Eine meiner Nachrichtenquellen aus der IT-Welt ist seit vielen, vielen Jahren die Webseite OSNews. Wie der Name schon andeutet, liegt der Schwerpunkt in der Berichterstattung auf Neuigkeiten über alle möglichen Betriebssysteme. Oder sollte ich sagen: "lag"?
Vor kurzem gab es dort einen Artikel Why OSNews Is No Longer OSNews. Dort wird auf einen Kritikpunkt der Leser eingegangen, daß sich der Schwerpunkt von Betriebssystemen mehr zu Themen verlagert habe, die das Web oder Mobil-Telefone betreffen. Der Antwort, daß sich in der Hinsicht einfach weniger aufregendes ereignet im Vergleich zu früher, kann ich nicht uneingeschränkt zustimmen.
Bestes Gegenbeispiel wäre unter anderem Heises Kernel-Log, wo detailliert über aktuelle Entwicklungen, den Linux-Kernel betreffend, berichtet wird.
Nun habe ich nicht vor es dem Heise-Verlag gleichzutun, schon allein deshalb, weil das Lesen (und Verstehen) der Beiträge auf der LKML einen Vollzeit-Job erforderte.
Ich habe allerdings vor von nun an regelmäßige Neuigkeiten aus der Welt der Betriebssysteme aufzugreifen und hin und wieder auch den ein oder anderen Praxisbericht zu erstellen. Da ich schon immer ein Faible dafür hatte, alle möglichen Betriebssysteme auszuprobieren, die mir unter die Finger kamen, bin ich in der Thematik also auch nicht ganz unbedarft, insbesondere was so manch exotische oder eingebettete Systeme betrifft.
Hierfür gibt es auch eine neue Kategorie im Blog, nämlich BSNews, in der die Einträge diesbezüglich einsortiert werden.
Und den Anfang heute macht der Hinweis auf eine Beitragsreihe über Embedded Programing Pattern des BeRTOS-Projekts, in dem sich der erste Beitrag dieser Reihe mit der Entwicklung einer Applikation ohne drunterliegenden Kernel befaßt.
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Betriebssysteme abseits des Mainstreams
Sunday, 8. November 2009
FreeNAS 0.7
Das auf FreeBSD basierende NAS-System FreeNAS 0.7, Codename Khasadar, ist heute released worden. (Das Announcement-Datum auf der FreeNAS-Seite ist inkorrekt.)
Neben generellen Updates der eingesetzten Software (Samba, lighttpd, ProFTPD, etc.) gab es auch einige nicht unwichtige Bugfixes. So läßt sich jetzt endlich Unison über die WebGUI auch mit ZFS Shares verwenden.
Wie es mit FreeNAS in Zukunft weitergeht ist allerdings derzeit etwas ungewiß. So ist der Hauptentwickler Volker mit dem FreeBSD Unterbau und der Build-Umgebung unzufrieden und entwickelt parallel an einer Linux-basierten Alternative namens coreNAS, wovon das erste Prototyp-Release schätzungsweise in zwei Monaten erwartet wird.
Viele Nutzer die derzeit ein NAS mit ZFS verwenden sind bezüglich dieser Ankündigungen verständlicherweise nur bedingt begeistert. Es wurde aber versprochen, daß Freenas weiterhin gewartet wird, allerdings werden wohl keine Neuerungen und Erweiterungen mehr entwickelt.
Und vielleicht sehen wir ja doch bald einen nicht auf Fuse aufgesetzten ZFS Port für Linux.
Neben generellen Updates der eingesetzten Software (Samba, lighttpd, ProFTPD, etc.) gab es auch einige nicht unwichtige Bugfixes. So läßt sich jetzt endlich Unison über die WebGUI auch mit ZFS Shares verwenden.
Wie es mit FreeNAS in Zukunft weitergeht ist allerdings derzeit etwas ungewiß. So ist der Hauptentwickler Volker mit dem FreeBSD Unterbau und der Build-Umgebung unzufrieden und entwickelt parallel an einer Linux-basierten Alternative namens coreNAS, wovon das erste Prototyp-Release schätzungsweise in zwei Monaten erwartet wird.
Viele Nutzer die derzeit ein NAS mit ZFS verwenden sind bezüglich dieser Ankündigungen verständlicherweise nur bedingt begeistert. Es wurde aber versprochen, daß Freenas weiterhin gewartet wird, allerdings werden wohl keine Neuerungen und Erweiterungen mehr entwickelt.
Und vielleicht sehen wir ja doch bald einen nicht auf Fuse aufgesetzten ZFS Port für Linux.
Friday, 7. November 2008
Links 0x06
- Polizeieinsatz anlässlich einer Festveranstaltung
Ein Demonstrant erhält eine Anzeige wegen Zuwiderhandlung gegen das Pressegesetz, weil sein Plakat kein Impressum hatte...
Das ist so bizarr, da fällt einem nichts mehr zu ein. Ich warte noch auf die Meldung, daß öffentliches in der Nase bohren ohne eine gültige Bohrkonzession illegal sei. - ReactOS 0.3.7 Released
Nachdem der alte Release-Termin wegen einiger Showstopper zweimal verschoben wurde, gibt es nun von ReactOS ein neues Release in der Version 0.3.7. Es handelt sich immer noch um ein Alpha-Release, die nächste Version 0.3.8 ist für Januar 2009 geplant.
ReactOS ist eine freie Windows-Reimplementierung. Das Projekt arbeitet unter anderem mit Wine zusammen, von dem ebenfalls heute eine neue Version erschien. - Dass Meinungsmache so total möglich ist, erstaunt selbst uns
Die Nachdenkseiten zu dem immensen Einfluß von Medien und PR-Kampagnen auf die öffentliche Meinung am Beispiel Ypsilanti und Obama. Lesebefehl. - "Star Wars" - an a capella tribute to John Williams
Ein grandioses Video zu einem Song der A Capella Comedy Gruppe Moosebutter.
Zu verschiedenen Soundtracks (Indiana Jones, E.T., Der weiße Hai, ...) von John Williams wird die Geschichte von Star Wars nacherzählt. Hier ist der Text. Ganz großes Kino. (via)
Thursday, 24. April 2008
Was ist nur aus Linux geworden?
Früher konnte man in 95% aller Fälle davon ausgehen, daß ein Hardware-Fehler vorlag, wenn das System abstürzte. Defekter Speicher war z.B. eine beliebte Ursache für alle möglichen tollen Effekte.
Und heute?
Heutzutage handelt es sich meistens um Software-Fehler, insbesondere in irgendwelchen Treibern (vorzugsweise für Grafikkarten), die einen Absturz verursachen. Kompletter Stillstand gerade, nichtmal die SysRq-Key Kombination bewirkte noch etwas, womit sich ja sonst meistens noch wenigstens die Platte syncen und readonly mounten läßt.
Gut, ich mecker auf hohem Niveau, so etwas passiert im Schnitt vielleicht nur alle zwei-drei Wochen. Aber im Vergleich zu früher sind das ja schon fast Welten, wo so etwas vielleicht drei- viermal im Jahr passierte, was dann auch noch meistens ein Hardware-Problem oder ein Pebkac war.
Wenn man mal zehn Jahre zurückdenkt an die Win95/98-Ära, da war der Bluescreen ja im Stundentakt Gang und Gäbe. Und man hat das damals einfach hingenommen. War irgendwie schon erstaunlich wie ein Großteil der PC-Benutzer sich eine solche Schmerzfreiheit ankonditionieren ließ, rückblickend gesehen, und davon will ich mich auch teilweise nicht ausschließen.
Um die Überschrift mal etwas zu relativieren, man könnte natürlich auch einfach auf eines der *BSDs umsteigen, aber damit hätte man die Probleme mit den Grafiktreibern nicht beseitigt, die kommen auch dort von den gleichen Herstellern. Das alles unter der Annahme daß die Probleme sich jetzt nur auf die Grafiktreiber reduzieren, wovon ich im Großteil der Fälle einfach mal ausgehe, auch wenn das nicht empirisch belegt sein möge und teilweise auch sicherlich nicht stimmt, aber alles weitere wäre nur Spekulation meinerseits.
Die freien Treiber stecken ja auch immer noch in den Kinderschuhen, selbst für meine älteren Karten hier. Der nv-Treiber kann nix, Nouveau noch weniger, aber schön zu sehen immerhin, daß der r300-Treiber jetzt im Zuge des diesjährigen GSoC etwas Aufmerksamkeit kriegt. Hat der auch nötig.
Ich will die freien Treiber hiermit jetzt nicht schlecht machen, im Gegenteil, mir ist bewußt, was dort für ein Aufwand hintersteckt, gerade das Reverse Engineering ist da ja nicht ohne, aber das macht's für den täglichen Gebrauch trotzdem nicht besser. Oder zumindest nicht besser als die offiziellen Treiber, wobei diese wie erwähnt auch nicht das Nonplusultra sind.
Die Alternativen? Die offiziellen Treiber nutzen und mit den Abstürzen leben oder die freien Treiber mit teils fehlender Funktionalität nutzen. Beides nicht berauschend.
Und heute?
Heutzutage handelt es sich meistens um Software-Fehler, insbesondere in irgendwelchen Treibern (vorzugsweise für Grafikkarten), die einen Absturz verursachen. Kompletter Stillstand gerade, nichtmal die SysRq-Key Kombination bewirkte noch etwas, womit sich ja sonst meistens noch wenigstens die Platte syncen und readonly mounten läßt.
Gut, ich mecker auf hohem Niveau, so etwas passiert im Schnitt vielleicht nur alle zwei-drei Wochen. Aber im Vergleich zu früher sind das ja schon fast Welten, wo so etwas vielleicht drei- viermal im Jahr passierte, was dann auch noch meistens ein Hardware-Problem oder ein Pebkac war.
Wenn man mal zehn Jahre zurückdenkt an die Win95/98-Ära, da war der Bluescreen ja im Stundentakt Gang und Gäbe. Und man hat das damals einfach hingenommen. War irgendwie schon erstaunlich wie ein Großteil der PC-Benutzer sich eine solche Schmerzfreiheit ankonditionieren ließ, rückblickend gesehen, und davon will ich mich auch teilweise nicht ausschließen.
Um die Überschrift mal etwas zu relativieren, man könnte natürlich auch einfach auf eines der *BSDs umsteigen, aber damit hätte man die Probleme mit den Grafiktreibern nicht beseitigt, die kommen auch dort von den gleichen Herstellern. Das alles unter der Annahme daß die Probleme sich jetzt nur auf die Grafiktreiber reduzieren, wovon ich im Großteil der Fälle einfach mal ausgehe, auch wenn das nicht empirisch belegt sein möge und teilweise auch sicherlich nicht stimmt, aber alles weitere wäre nur Spekulation meinerseits.
Die freien Treiber stecken ja auch immer noch in den Kinderschuhen, selbst für meine älteren Karten hier. Der nv-Treiber kann nix, Nouveau noch weniger, aber schön zu sehen immerhin, daß der r300-Treiber jetzt im Zuge des diesjährigen GSoC etwas Aufmerksamkeit kriegt. Hat der auch nötig.
Ich will die freien Treiber hiermit jetzt nicht schlecht machen, im Gegenteil, mir ist bewußt, was dort für ein Aufwand hintersteckt, gerade das Reverse Engineering ist da ja nicht ohne, aber das macht's für den täglichen Gebrauch trotzdem nicht besser. Oder zumindest nicht besser als die offiziellen Treiber, wobei diese wie erwähnt auch nicht das Nonplusultra sind.
Die Alternativen? Die offiziellen Treiber nutzen und mit den Abstürzen leben oder die freien Treiber mit teils fehlender Funktionalität nutzen. Beides nicht berauschend.
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