Gestern hat einer der ganz Großen die weltliche Bühne endgültig verlassen, einer der die Rockmusik und den Metal zeit seines Lebens maßgeblich beeinflußt hat.
Mögen sich noch viele zukünftige Bands daran erinnern, daß sie auch auf den Schultern von Ronny James Dio stehen.
Hach ja...
Ich mag ja diese wechselhaften Stücke von Opeth wo ruhige akustische Parts und brachiale Metal-Sounds ohne Vorwarnung aufeinander folgen. Hier insbesondere die Stelle ab 7:23, großartig.
(Edit: Hmpf... Die HD Version zerschießt hier leider das Layout.)
Ich hatte eigentlich nicht vor, eine Rezension über das neue Dream Theater Album Black Clouds & Silver Linings zu schreiben, da ein abschließendes Urteil bei denen einfach nicht möglich ist. Und schon gar nicht nachdem man es erst zwei Tage lang gehört hat. Meine Meinung über einzelne Songs des Albums hat sich schon mehrfach um 180° gewendet, und das wird wohl auch noch eine Weile so weitergehen.
Aber ich muß einfach mal auf ein Stück des neuen Albums hinweisen: The Count Of Tuscany ist einer der genialsten Songs, die Dream Theater in den letzten Jahren geschaffen haben. Progressive Rock at its finest. Manche vergleichen ihn mit A Change of Seasons, dem kann ich mich allerdings nicht ganz anschließen. Der Vergleich paßt nur insofern als beide Stücke Maßstäbe setzen.
Die Story ist ziemlich durchgeknallt und beruht angeblich auf einer wahren Begebenheit, beim Protagonisten handelt es sich wohl um John Petrucci himself. Wieviel von der Story wirklich wahr ist, weiß ich nicht.
Die Musik selber werde ich hier nicht beschreiben, Worte würden dem Epos nicht gerecht werden. Wenn ihr die Chance habt da reinzuhören, macht es euch die zwanzig Minuten gemütlich, lehnt euch zurück und schließt die Augen oder lest die Lyrics nebenher und genießt es. Gänsehaut ist spätestens in der zweiten Hälfte garantiert.
Dienstag Abend waren wir auf dem Dream Theater Konzert im Tollwood in München. Mir war zwar schon länger bekannt, daß die dort spielen, aber die Entscheidung dort hin zu fahren, fiel erst am Montag. Glücklicherweise gab es noch Karten an der Abendkasse.
Wir waren leider ein paar Minuten zu spät dran, ich hatte aber auch nicht damit gerechnet, daß die den Zeitplan minutiös einhalten würden. Um Punkt 19 Uhr fing Neal Morse mit seiner Band an, und wir hörten sie schon spielen, als wir noch auf dem Weg zum Tollwood waren.
Wohlbekannte Klänge leiteten uns den Weg, hätte ich's nicht besser gewußt, hätte ich gesagt dort spielt Spock's Beard, ein Sound wie damals, als Neal dort noch Frontmann war.
Das Festzelt war um kurz nach sieben ungefähr halb voll, aber das sollte sich noch sehr schnell ändern.
Neal ist immer noch der charismatische Sänger/Keyboarder wie damals, und man merkt ihm von der ersten Sekunde an, wie sehr er in seiner Musik aufgeht und was ihm die Bühne bedeutet.
Leider, leider, leider war der Auftritt viel zu kurz. Um den straffen Zeitplan zu halten, durften sie nur eine halbe Stunde spielen, und mußten dann bereits die Bühne verlassen, damit umgebaut werden konnte.
In der folgenden halben Stunde füllte sich das Zelt bis in die hintersten Reihen. Das Publikum vertreibte sich die Zeit damit den Leuten vom Soundcheck zu applaudieren oder einfach so in prophylaktische Jubelstürme auszubrechen.
Auf die Minute um 20 Uhr fingen dann Dream Theater an. Der Opener war diesmal In The Presence Of Enemies Pt.1 von der Systematic Chaos. Am Anfang war der Sound im Zelt etwas leise, so daß es das Publikum geschafft hat, die Musik zu übertönen, das haben die Tontechniker allerdings schnell in den Griff bekommen.
Anmerkung am Rande, falls es jemand nicht weiß: Jedes Dream Theater Konzert ist einzigartig was die Setlist betrifft. Mike Portnoy führt seit Jahren Buch darüber, welche Setlist in welcher Stadt aufgeführt wurde, um zu verhindern, daß irgendwann ein doppeltes Set gespielt wird, was einem vorherigen Konzert gleicht.
Zufälligerweise erschien am Dienstag auch das neue Album Black Clouds & Silver Linings. Von dieser CD haben sie aber nur den Song A Rite Of Passage gespielt, von dem vorab schon das Musik-Video veröffentlicht wurde (in dem der Song auch leicht gekürzt ist).
Wir hatten einen einigermaßen guten Platz relativ mittig, so daß man alles sehen konnte und auch die Akustik war in Ordnung. Ein paar Fotos habe ich noch gemacht, die aber leider etwas unscharf geworden sind.
Ansonsten kann man zu dem Konzert nicht viel sagen ohne hier seitenlange Lobhudeleien vom Stapel zu lassen, die Jungs muß man einfach mal live erlebt haben.
Leider hatten sich auch Dream Theater an den engen Zeitplan zu halten und mußten um 22 Uhr die Zelte abbrechen, so daß sie nur 2 Stunden gespielt haben.
Einerseits schade, andererseits verständlich, da das Zelt so gut wie keine Schalldämmung hatte, und man sie vermutlich meilenweit gehört hat.
Nach einer kurzen Auseinandersetzung des abreisenden Publikums mit dem Parktiket-Automaten des Parkhauses, der mit dem Regenwetter wohl nicht ganz klarkam und bei einigen Leuten meinte er müßte die Tickets und das Geld behalten, kam ein sichtlich gestreßter Mitarbeiter angerannt, um die Schranke manuell aufzumachen und das Hup-Konzert zu beenden.
Ich war ja bisher nie wirklich ein Fan von Opeth. Man kannte sie zwar vom Namen her und hat auch noch ein paar Songs von denen aus grauer Vorzeit in Erinnerung, aber die Band war nie wirklich eine meiner Favoriten. Abgesehen von deren Frontmann Mikael Åkerfeldt, den ich auf Ayreons Scheibe The Human Equation vor ein paar Jahren als Gastsänger zu schätzen gelernt habe.
Vor kurzem habe ich allerdings eher zufällig mal in das aktuelle Opeth-Album Watershed reingehört. Die CD dürfte für mich jetzt schon zu den Platten des Jahres gehören.
Hier sind zur Einstimmung Opeth live mit Coil, dem balladesken Opener auf Watershed: (Über den Button unten rechts kann man auf die HD-Version umschalten.)
Das Album ist insgesamt angenehm abwechslungsreich, und die ruhigen Stücke wechseln sich mit einigen härteren ab. Mein persönliches Highlight ist ja der dritte Song "The Lotus Eater", der dem Genre des Progressive Death Metal über alle Maßen gerecht werden dürfte. Leider habe ich da kein qualitativ angemessenes Video auf Youtube oder anderen Video-Plattformen gefunden.
Wer die Chance hat da mal reinzuhören, dem kann ich nur empfehlen, sie zu nutzen.
Polizeieinsatz anlässlich einer Festveranstaltung
Ein Demonstrant erhält eine Anzeige wegen Zuwiderhandlung gegen das Pressegesetz, weil sein Plakat kein Impressum hatte...
Das ist so bizarr, da fällt einem nichts mehr zu ein. Ich warte noch auf die Meldung, daß öffentliches in der Nase bohren ohne eine gültige Bohrkonzession illegal sei.
ReactOS 0.3.7 Released
Nachdem der alte Release-Termin wegen einiger Showstopper zweimal verschoben wurde, gibt es nun von ReactOS ein neues Release in der Version 0.3.7. Es handelt sich immer noch um ein Alpha-Release, die nächste Version 0.3.8 ist für Januar 2009 geplant.
ReactOS ist eine freie Windows-Reimplementierung. Das Projekt arbeitet unter anderem mit Wine zusammen, von dem ebenfalls heute eine neue Version erschien.
Da war meinereiner heute nach langer Zeit endlich mal wieder auf einem Konzert, und zwar bei den EukaApokalyptischen Reitern, inklusive drei Vorbands namens Mustasch, Honigdieb und Marionette.
Die Apokalyptischen Reiter kannte ich nur vom Namen her und die anderen überhaupt nicht, ich ließ mich dann also einfach mal überraschen.
Die erste Band war Marionette, die wir leider verpaßt haben. Als zweites war Honigdieb dran, aber zu denen schreib ich jetzt mal nichts, war nicht mein Genre.
Als drittes trat Mustasch auf, eine schwedische Band. Der Sänger konnte sogar einigermaßen deutsch, allerdings dachte man, man hört einem asiatischem Lehrmeister aus alten Kungfu-Eastern-Filmen zu, wobei das vermutlich Absicht war .
Aber egal, die Jungs haben jedenfalls gerockt. Ich hab mal bei Youtube gerade zwei Songs von denen rausgesucht:
Mustasch - Parasite!
Mustasch - Double Nature
Hiernach kamen dann die Apokalyptischen Reiter. Die Show war ganz lustig, der Keyboarder war etwas bizarr ... naja wem's gefällt. Das Schlauchboot-Wettrennen habe ich so jedenfalls bisher noch nicht gesehen.
Anyway, auch hier mal exemplarisch zwei Songs der Reiter:
Die Apokalyptischen Reiter - Friede sei mit dir
Die Apokalyptischen Reiter - Es wird schlimmer
(Mir ist übrigens durchaus bewußt, daß ich hier so inkonsequent bin und proprietäre Formate feilbiete. Ebenso bin ich mir über die sicherheitsrelevanten Implikationen von eingebetteten Flash-Objekten im Klaren und ich entschuldige mich mal im Vorraus.
Das nächste Mal gibt's dann Ogg Theora, sobald Firefox 3.1 draußen ist, versprochen. )