- "Der Wortbruch ist Bestandteil der Politik"
Urban Priol im Interview mit der Sueddeutschen über Hessen. (via) - Die weißen Sümpfe von Wittmar
Telepolis Bericht über Asse II - Das Dateisystem ext4
Pro-Linux macht einen Performance-Test aktueller Dateisysteme, um zu sehen wie sich das neue ext4 im Vergleich schlägt. - Astronomy Picture of the Day
Jeden Tag ein neues Bild. Ich hab schon lange nicht mehr dort vorbeigeschaut, sollte ich wieder zur Gewohnheit werden lassen.
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Grandiose Fotos zum Thema Segeln.
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Monday, 6. October 2008
Desktop mit LXDE, ein Überblick
Ich habe in den mittlerweile 12 Jahren, in denen ich GNU/Linux nutze, schon sehr viele verschiedene Desktop-Umgebungen ausprobiert. Zu den von mir am häufigsten genutzten gehören Windowmaker (schon eine Weile her), Xfce und Gnome.
Mit KDE bin ich nie so richtig warm geworden. Da hatte ich immer den Eindruck, daß der komplette Desktop mehr Platz auf dem Schirm für sich selber belegt, also die ganzen Fensterdekorationen, Buttons, Icons, etc., als für den eigentlichen Inhalt der verwendeten Applikationen. (Nein, ich will hier keinen Flamewar lostreten, soll jeder das verwenden, was ihm am besten gefällt. Aber es schadet halt auch nicht mal ein paar Alternativen zu testen.)
Seit einiger Zeit benutze ich mittlerweile LXDE als Desktop-Umgebung unter Arch Linux.
Ersteres ist eine Kombination unterschiedlicher Applikationen, die in ihrer Gesamtheit eine komplette Desktop-Umgebung bereitstellen, andererseits aber auch beliebig austauschbar sind.
Die einzelnen Module arbeiten nach dem bekannten KISS-Prinzip, sie sollen eine Aufgabe erledigen, und die erledigen sie simpel und gut.
Die einzelnen Bestandteile von LXDE, die auch alle einzeln verwendet werden können, sind derzeit:
Die letzten drei Applikationen, von denen ich allerdings keine verwende, sind dann noch ein Monitor-Konfigurations-Tool namens LXRandR, ein Network-Connection Manager namens LXNM und eine grafische Oberfläche für netcat namens GtkNetCat.
Wie bereits erwähnt sind die Applikationen auch alle eigenständig und können bei Gefallen natürlich auch unter anderen Desktop-Umgebungen verwendet werden.
Ein paar weitere nette Desktop-Schmankerl, die nicht zu LXDE gehören, aber auch ganz nett sind und oben schon kurz erwähnt wurden, sind:
Zu guter Letzt natürlich noch ein Screenshot meines derzeitigen Desktops, man sieht hier das Wallpaper via Nitrogen, Conky auf der linken Seite, unten das LXPanel und Gimp (für den Screenshot) mit den derzeitig verwendeten Themes Clearlooks (für Buttons, Menü etc.) und Onyx (für die Fensterrahmen).
Als ich den Desktop das erste Mal neu eingerichtet hatte, lag der RAM-Verbrauch nach einem Neustart übrigens bei ca. 70 Mb, mittlerweile liegt er bei etwas über 100 MB, aber das liegt an ein paar zusätzlichen Daemons und nicht an der Desktop-Umgebung. LXDE eignet sich also auch für etwas ältere PCs, auf denen die Boliden KDE oder Gnome zuviel des Guten wären.
Mit KDE bin ich nie so richtig warm geworden. Da hatte ich immer den Eindruck, daß der komplette Desktop mehr Platz auf dem Schirm für sich selber belegt, also die ganzen Fensterdekorationen, Buttons, Icons, etc., als für den eigentlichen Inhalt der verwendeten Applikationen. (Nein, ich will hier keinen Flamewar lostreten, soll jeder das verwenden, was ihm am besten gefällt. Aber es schadet halt auch nicht mal ein paar Alternativen zu testen.)
Seit einiger Zeit benutze ich mittlerweile LXDE als Desktop-Umgebung unter Arch Linux.
Ersteres ist eine Kombination unterschiedlicher Applikationen, die in ihrer Gesamtheit eine komplette Desktop-Umgebung bereitstellen, andererseits aber auch beliebig austauschbar sind.
Die einzelnen Module arbeiten nach dem bekannten KISS-Prinzip, sie sollen eine Aufgabe erledigen, und die erledigen sie simpel und gut.
Die einzelnen Bestandteile von LXDE, die auch alle einzeln verwendet werden können, sind derzeit:
PCManFM, ein schlanker Dateimanager, der aber einige nette Features hat. So beherrscht er z.B. Tabs, und was mir sehr gut gefällt ist der Hotkey zum öffnen einer Shell im aktuellen Verzeichnis. Die linke Ansicht kann man umschalten zwischen einer Baum- oder Orts-Ansicht. Man kann auch Lesezeichen zu bestimmten Pfaden ablegen, die dann unter der Orts-Ansicht sichtbar sind.
Allerdings ist die Bedienung teilweise noch etwas gewöhnungsbedürftig und die Drag&Drop-Funktionalität ist auch nicht unbedingt so, wie man sie erwartet.- LXPanel ist zuständig für die Taskleiste, bzw. das Panel. Über Rechtsklick ist es konfigurierbar und es gibt diverse Panel-Erweiterungen, mit denen man sich das Panel beliebig gestalten kann. So lassen sich einzelne Icons für häufig genutzte Programme ablegen, ein Startmenü, die aktuell laufenden Programme, ein Pager für die virtuellen Desktops, und noch einiges mehr.
- LXSession Lite ist einer der zwei Session-Manager, der andere ist LXSession. Ich verwende allerdings keins von beiden, da mir das Session-Konzept nicht so zusagt.
- LXAppearance ist ein einfaches Konfigurationstool, um zwischen verschiedenen GTK+ Window und Icon-Themes auszuwählen, die von LXDE verwendet werden.
- Openbox ist das Kernstück, der Window-Manager. Dieser wird nicht unter der Obhut von LXDE entwickelt, aber wurde dennoch zum standardmäßig verwendeten Window-Manager auserkoren. Er ist natürlich beliebig austauschbar, und es kann auch jeder andere verwendet werden.
Man könnte Openbox auch komplett für sich alleine nutzen, ohne die anderen Erweiterungen des LXDE-Projekts. Es gibt genug Alternativen für die Panels und sonstigen Desktop-Bestandteile. Allerdings passen die LXDE-Programme ganz gut zusammen.
Wenn man Openbox nutzt, empfiehlt es sich auch mal einen Blick auf die default keybindings zu werfen, das macht die Bedienung doch deutlich angenehmer.
Die Konfiguration von Openbox kann man entweder über das Toolobconf
regeln, oder man editiert die Konfigurationsdatei unter~/.config/openbox/rc.xml
Im gleichen Verzeichnis findet sich eine autostart.sh, dort lassen sich Programme eintragen, die beim Start von Openbox mitgestartet werden sollen. Dort drin habe ich zum Beispiel das lxpanel, nitrogen (für das Wallpaper) und conky (eine Statusanzeige im Desktop). - GPicView ist ein einfacher Bildbetrachter. Nichts besonderes, aber er erfüllt eben genau seinen Zweck.
- Leafpad ist ein Texteditor. Aber wozu einen anderen Texteditor, wenn man vim hat?

- LXDE Common dürfte der ganze Glue Code sein, der alles zusammenhält, unter anderem sind dort wohl einige Konfigurationsdateien dabei.
- LXTerminal ist wie der Name schon sagt ein grafisches Terminal. Gibt es sonst nicht viel zu sagen, außer daß es Tabs beherrscht und derzeit noch einen kleinen aber nervigen Bug hat, wenn Befehlszeilen zu lang werden...
- Xarchiver ist ein grafisches Entpackprogramm für alle möglichen Komprimierungsformate. Hier hat sich LXDE bei Xfce bedient, einer anderen Desktop-Umgebung.
Die letzten drei Applikationen, von denen ich allerdings keine verwende, sind dann noch ein Monitor-Konfigurations-Tool namens LXRandR, ein Network-Connection Manager namens LXNM und eine grafische Oberfläche für netcat namens GtkNetCat.
Wie bereits erwähnt sind die Applikationen auch alle eigenständig und können bei Gefallen natürlich auch unter anderen Desktop-Umgebungen verwendet werden.
Ein paar weitere nette Desktop-Schmankerl, die nicht zu LXDE gehören, aber auch ganz nett sind und oben schon kurz erwähnt wurden, sind:
- Nitrogen, ein Browser und Anzeigeprogramm für Hintergrundbilder. Openbox kann das nicht von sich aus, deshalb wird Nitrogen wie oben schon erwähnt via
nitrogen --restore &
in der autostart.sh von Openbox geladen. Durch die --restore Option wird das zuletzt ausgewählte Hintergrundbild wieder geladen. Startet man Nitrogen ohne Parameter, werden einem alle Bilder im aktuellen Verzeichnis zur Auswahl angeboten. - Conky, ein Systemmonitor, der sich in den Desktop-Hintergrund einbettet, also keine anderen Programme überlagert. Die Anzeige ist absolut beliebig konfigurierbar.
Im Archlinux-Forum gibt es einen interessanten Thread hierzu mit Screenshots und der jeweils verwendeten Konfiguration. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Als ich den Desktop das erste Mal neu eingerichtet hatte, lag der RAM-Verbrauch nach einem Neustart übrigens bei ca. 70 Mb, mittlerweile liegt er bei etwas über 100 MB, aber das liegt an ein paar zusätzlichen Daemons und nicht an der Desktop-Umgebung. LXDE eignet sich also auch für etwas ältere PCs, auf denen die Boliden KDE oder Gnome zuviel des Guten wären.
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