Die Nacht zwischen dem ersten und zweiten Tag war leider etwas kurz, da irgendjemand es für eine gute Idee hielt, zwischen 3 und 4 Uhr nachts vor den Hotelfenstern in gängiger Schaufel-auf-Asphalt-kratzender Art und Weise Schnee zu schüppen.
Nach der morgendlichen Dusche begrüßte mich der fest angebrachte Fön im Badezimmer mit einer spontanen Selbstentzündung und spuckte eine Rauchwolke heraus. Der Tag fing schonmal gut an...
Aber wir machten uns ohne große Eile auf in Richtung bcc, und haben uns als erstes die Lightning Talks angeschaut, wo einige durchaus interessante Projekte vorgestellt wurden. Hiervon waren Starfish, FreedomBox und Telecomix die für mich interessantesten der vorgestellten Projekte.
Nachmittags hatte ich mir eine längere Auszeit gegönnt, um meinen Laptop wieder funktionsfähig zu machen. Die WLAN-Situation im bcc hat den Broadcom-Treiber wohl etwas zu sehr überfordert, was sich je nach Aufenthaltsort im Gebäude in spontanen System-Freezes äußerte.
Der nächste Vortrag, den wir uns anschauten war "Defense is not dead" von Andreas Bogk. Nach einer Einführung über die aktuellen Sicherheitsproblematiken, folgte eine Erläuterung zu formalen Korrektheitsbeweisen. Mit entsprechender Hardware (basierend auf der Lisp-Maschine), ließen sich so tatsächlich 100%ig sichere Computer bauen. Der Vortrag hatte teils ein recht hohes Niveau, was aber auch daran liegen mag, daß Themen wie Korrektheitsbeweise, Lambda-Kalkül und Komplexitätstheorie nicht jedermanns Sache sind. Bei mir ist es ja mittlerweile auch schon ca. 7-8 Jahre her, daß ich mich mit sowas beschäftigt habe.
Hiernach war eine Stunde Pause zwischen den Vorträgen und unsere nächste Wahl fiel auf den Vortrag von D.J.Bernstein - "Highspeed high-security cryptography".
Vor dem Vortrag gab es im Saal 1 eine halbstündige Musikeinlage mit Geige und Klavier, was ich als sehr angenehme Abwechslung empfand.
D.J.Bs Vortrag war wohl das Highlight des Tages. Das Video werde ich mir nachträglich nochmal in Ruhe anschauen müssen. Neben einem Verriß von DNSSEC, stellte er ein Konzept vor um den kompletten Internetverkehr ohne große Umstellung in den Applikationen kryptographisch abzusichern, indem jedes einzelne Datenpaket mit Public-Key Kryptographie auf Basis elliptischer Kurven verschlüsselt wird. Die entsprechenden Suchbegriffe wären hier DNSCurve und CurveCP. Leider fiel die Fragerunde am Ende etwas kurz aus, und man hat die Fragen leider überhaupt nicht mehr verstanden, weil im Saal eine recht große Unruhe herrschte.
Eine Frage, die ich mir momentan stelle, wäre inwieweit CurveCP Auswirkungen auf Onion-Routing hat, da die Public-Key End-zu-End Verschlüsselung ja jetzt auf einem anderen OSI-Layer stattfindet. Meine Vermutung ist, daß es sogar eher vorteilhaft wäre, wenn sich Projekte wie Tor oder I2P dem CurveCP bedienen könnten und die Verschlüsselung auf dem Application-Layer entfallen würde. Falls das die Anonymität nicht beeinträchtigt, wäre hier einiges an Komplexitätsreduktion möglich. Aber um dies zu beantworten fehlen mir momentan noch so einige Details.
Zum Abschluß des Tages schauten wir uns noch das audiovisuelle Stanislaw Lem Feature an, quasi ein Projektor-unterstütztes Hörspiel. Der Vortrag war sehr ansprechend aufbereitet und durchaus interessant. War jedenfalls Mal etwas anderes. Da ich leider bisher noch gar nichts von Lem gelesen habe, wurde mir jedenfalls deutlich, daß ich da noch etwas nachzuholen habe.
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27C3 - Tag 2
Sunday, 13. December 2009
Benighted
Mal etwas musikalisches für zwischendurch.
Tuesday, 28. July 2009
The Count of Tuscany, again
Ich muß hierzu ja nochmal kurz zwei Links nachreichen.
Irgendein Wahnsinniger hat zu dem Song nämlich einen Guitar Hero Track gebaut und auf Youtube gibt's das ganze als Video: Teil 1, Teil 2. Unglaublich.
Irgendein Wahnsinniger hat zu dem Song nämlich einen Guitar Hero Track gebaut und auf Youtube gibt's das ganze als Video: Teil 1, Teil 2. Unglaublich.
Friday, 26. June 2009
The Count of Tuscany
Ich hatte eigentlich nicht vor, eine Rezension über das neue Dream Theater Album Black Clouds & Silver Linings zu schreiben, da ein abschließendes Urteil bei denen einfach nicht möglich ist. Und schon gar nicht nachdem man es erst zwei Tage lang gehört hat. Meine Meinung über einzelne Songs des Albums hat sich schon mehrfach um 180° gewendet, und das wird wohl auch noch eine Weile so weitergehen.
Aber ich muß einfach mal auf ein Stück des neuen Albums hinweisen:
The Count Of Tuscany ist einer der genialsten Songs, die Dream Theater in den letzten Jahren geschaffen haben. Progressive Rock at its finest. Manche vergleichen ihn mit A Change of Seasons, dem kann ich mich allerdings nicht ganz anschließen. Der Vergleich paßt nur insofern als beide Stücke Maßstäbe setzen.
Die Story ist ziemlich durchgeknallt und beruht angeblich auf einer wahren Begebenheit, beim Protagonisten handelt es sich wohl um John Petrucci himself. Wieviel von der Story wirklich wahr ist, weiß ich nicht.
Die Musik selber werde ich hier nicht beschreiben, Worte würden dem Epos nicht gerecht werden. Wenn ihr die Chance habt da reinzuhören, macht es euch die zwanzig Minuten gemütlich, lehnt euch zurück und schließt die Augen oder lest die Lyrics nebenher und genießt es. Gänsehaut ist spätestens in der zweiten Hälfte garantiert.
Aber ich muß einfach mal auf ein Stück des neuen Albums hinweisen:
The Count Of Tuscany ist einer der genialsten Songs, die Dream Theater in den letzten Jahren geschaffen haben. Progressive Rock at its finest. Manche vergleichen ihn mit A Change of Seasons, dem kann ich mich allerdings nicht ganz anschließen. Der Vergleich paßt nur insofern als beide Stücke Maßstäbe setzen.
Die Story ist ziemlich durchgeknallt und beruht angeblich auf einer wahren Begebenheit, beim Protagonisten handelt es sich wohl um John Petrucci himself. Wieviel von der Story wirklich wahr ist, weiß ich nicht.
Die Musik selber werde ich hier nicht beschreiben, Worte würden dem Epos nicht gerecht werden. Wenn ihr die Chance habt da reinzuhören, macht es euch die zwanzig Minuten gemütlich, lehnt euch zurück und schließt die Augen oder lest die Lyrics nebenher und genießt es. Gänsehaut ist spätestens in der zweiten Hälfte garantiert.
Thursday, 25. June 2009
Dream Theater live in München
Dienstag Abend waren wir auf dem Dream Theater Konzert im Tollwood in München. Mir war zwar schon länger bekannt, daß die dort spielen, aber die Entscheidung dort hin zu fahren, fiel erst am Montag. Glücklicherweise gab es noch Karten an der Abendkasse.
Wir waren leider ein paar Minuten zu spät dran, ich hatte aber auch nicht damit gerechnet, daß die den Zeitplan minutiös einhalten würden. Um Punkt 19 Uhr fing Neal Morse mit seiner Band an, und wir hörten sie schon spielen, als wir noch auf dem Weg zum Tollwood waren.
Wohlbekannte Klänge leiteten uns den Weg, hätte ich's nicht besser gewußt, hätte ich gesagt dort spielt Spock's Beard, ein Sound wie damals, als Neal dort noch Frontmann war.
Das Festzelt war um kurz nach sieben ungefähr halb voll, aber das sollte sich noch sehr schnell ändern.
Neal ist immer noch der charismatische Sänger/Keyboarder wie damals, und man merkt ihm von der ersten Sekunde an, wie sehr er in seiner Musik aufgeht und was ihm die Bühne bedeutet.
Leider, leider, leider war der Auftritt viel zu kurz. Um den straffen Zeitplan zu halten, durften sie nur eine halbe Stunde spielen, und mußten dann bereits die Bühne verlassen, damit umgebaut werden konnte.
In der folgenden halben Stunde füllte sich das Zelt bis in die hintersten Reihen. Das Publikum vertreibte sich die Zeit damit den Leuten vom Soundcheck zu applaudieren oder einfach so in prophylaktische Jubelstürme auszubrechen.
Auf die Minute um 20 Uhr fingen dann Dream Theater an. Der Opener war diesmal In The Presence Of Enemies Pt.1 von der Systematic Chaos. Am Anfang war der Sound im Zelt etwas leise, so daß es das Publikum geschafft hat, die Musik zu übertönen, das haben die Tontechniker allerdings schnell in den Griff bekommen.
Anmerkung am Rande, falls es jemand nicht weiß: Jedes Dream Theater Konzert ist einzigartig was die Setlist betrifft. Mike Portnoy führt seit Jahren Buch darüber, welche Setlist in welcher Stadt aufgeführt wurde, um zu verhindern, daß irgendwann ein doppeltes Set gespielt wird, was einem vorherigen Konzert gleicht.
Zufälligerweise erschien am Dienstag auch das neue Album Black Clouds & Silver Linings. Von dieser CD haben sie aber nur den Song A Rite Of Passage gespielt, von dem vorab schon das Musik-Video veröffentlicht wurde (in dem der Song auch leicht gekürzt ist).
Wir hatten einen einigermaßen guten Platz relativ mittig, so daß man alles sehen konnte und auch die Akustik war in Ordnung. Ein paar Fotos habe ich noch gemacht, die aber leider etwas unscharf geworden sind.
Ansonsten kann man zu dem Konzert nicht viel sagen ohne hier seitenlange Lobhudeleien vom Stapel zu lassen, die Jungs muß man einfach mal live erlebt haben.

Leider hatten sich auch Dream Theater an den engen Zeitplan zu halten und mußten um 22 Uhr die Zelte abbrechen, so daß sie nur 2 Stunden gespielt haben.
Einerseits schade, andererseits verständlich, da das Zelt so gut wie keine Schalldämmung hatte, und man sie vermutlich meilenweit gehört hat.
Nach einer kurzen Auseinandersetzung des abreisenden Publikums mit dem Parktiket-Automaten des Parkhauses, der mit dem Regenwetter wohl nicht ganz klarkam und bei einigen Leuten meinte er müßte die Tickets und das Geld behalten, kam ein sichtlich gestreßter Mitarbeiter angerannt, um die Schranke manuell aufzumachen und das Hup-Konzert zu beenden.
Wir waren leider ein paar Minuten zu spät dran, ich hatte aber auch nicht damit gerechnet, daß die den Zeitplan minutiös einhalten würden. Um Punkt 19 Uhr fing Neal Morse mit seiner Band an, und wir hörten sie schon spielen, als wir noch auf dem Weg zum Tollwood waren.
Wohlbekannte Klänge leiteten uns den Weg, hätte ich's nicht besser gewußt, hätte ich gesagt dort spielt Spock's Beard, ein Sound wie damals, als Neal dort noch Frontmann war.
Das Festzelt war um kurz nach sieben ungefähr halb voll, aber das sollte sich noch sehr schnell ändern.
Neal ist immer noch der charismatische Sänger/Keyboarder wie damals, und man merkt ihm von der ersten Sekunde an, wie sehr er in seiner Musik aufgeht und was ihm die Bühne bedeutet.
Leider, leider, leider war der Auftritt viel zu kurz. Um den straffen Zeitplan zu halten, durften sie nur eine halbe Stunde spielen, und mußten dann bereits die Bühne verlassen, damit umgebaut werden konnte.
In der folgenden halben Stunde füllte sich das Zelt bis in die hintersten Reihen. Das Publikum vertreibte sich die Zeit damit den Leuten vom Soundcheck zu applaudieren oder einfach so in prophylaktische Jubelstürme auszubrechen.
Auf die Minute um 20 Uhr fingen dann Dream Theater an. Der Opener war diesmal In The Presence Of Enemies Pt.1 von der Systematic Chaos. Am Anfang war der Sound im Zelt etwas leise, so daß es das Publikum geschafft hat, die Musik zu übertönen, das haben die Tontechniker allerdings schnell in den Griff bekommen.
Anmerkung am Rande, falls es jemand nicht weiß: Jedes Dream Theater Konzert ist einzigartig was die Setlist betrifft. Mike Portnoy führt seit Jahren Buch darüber, welche Setlist in welcher Stadt aufgeführt wurde, um zu verhindern, daß irgendwann ein doppeltes Set gespielt wird, was einem vorherigen Konzert gleicht.
Zufälligerweise erschien am Dienstag auch das neue Album Black Clouds & Silver Linings. Von dieser CD haben sie aber nur den Song A Rite Of Passage gespielt, von dem vorab schon das Musik-Video veröffentlicht wurde (in dem der Song auch leicht gekürzt ist).
Wir hatten einen einigermaßen guten Platz relativ mittig, so daß man alles sehen konnte und auch die Akustik war in Ordnung. Ein paar Fotos habe ich noch gemacht, die aber leider etwas unscharf geworden sind.
Ansonsten kann man zu dem Konzert nicht viel sagen ohne hier seitenlange Lobhudeleien vom Stapel zu lassen, die Jungs muß man einfach mal live erlebt haben.
Leider hatten sich auch Dream Theater an den engen Zeitplan zu halten und mußten um 22 Uhr die Zelte abbrechen, so daß sie nur 2 Stunden gespielt haben.
Einerseits schade, andererseits verständlich, da das Zelt so gut wie keine Schalldämmung hatte, und man sie vermutlich meilenweit gehört hat.
Nach einer kurzen Auseinandersetzung des abreisenden Publikums mit dem Parktiket-Automaten des Parkhauses, der mit dem Regenwetter wohl nicht ganz klarkam und bei einigen Leuten meinte er müßte die Tickets und das Geld behalten, kam ein sichtlich gestreßter Mitarbeiter angerannt, um die Schranke manuell aufzumachen und das Hup-Konzert zu beenden.
Wednesday, 17. June 2009
Möhren sind gut für die Augen
wird ja im Allgemeinen behauptet. Nun gibt es aber Leute, die offensichtlich zu wenig davon gegessen haben, so daß sie selbige mit Sprengstoff verwechseln.
"Carrots cause Swedish bomb scare" titelt die BBC in einem Artikel über ein schwedisches Kunst-Projekt, in dem jemand Möhren mit schwarzem Klebeband und einer Alarm-Uhr versehen hat.
(via)
"Carrots cause Swedish bomb scare" titelt die BBC in einem Artikel über ein schwedisches Kunst-Projekt, in dem jemand Möhren mit schwarzem Klebeband und einer Alarm-Uhr versehen hat.
The carrot bombs had been placed around the city at the request of a local art gallery, as part of an open-air arts festival.Es gibt auch ein großartiges Foto dieses bedrohlichen Gemüses.
They had only been in place for an hour before police received their first call.
"We received a call ... from a person who said they saw two real bombs placed outside the public library," Ronny Hoerman from the Orebro police force, was quoted as saying by the AFP news agency.
"It was hard to tell if they were real or not. We find this inappropriate," he said.
(via)
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