Ich hatte vor ein paar Monaten schonmal von dem Generation Prog Festival berichtet. Heute habe ich rein zufällig mal wieder auf der Webseite vorbeigeschaut und dort zwei interessante Sachen erfahren.
Zum einen hat sich dort in der Zwischenzeit ein eigenes Plattenlabel namens Generation Prog Records für progressive Musik gegründet. Die Nürnberger Band Effloresce wurde dort als erste unter Vertrag genommen. Da das ganze hauptsächlich wohl von dem Relocator-Bassisten organisiert wird, findet sich natürlich auch deren Scheibe dort im Vertrieb.
Effloresce hatten wir damals auf dem Festival leider nicht gesehen, da wir den ersten Festival-Tag aus zeitlichen Gründen verpaßt hatten. Umso mehr freut mich die zweite interessante Tatsache, daß am 10. Februar die neue Platte "Coma Ghosts" von Effloresce erscheint, und es dazu eine Release-Party im Nürnberger MUZclub geben wird.
Musikalisch wandeln Effloresce auf den Pfaden von Opeth und Dream Theater, allerdings haben wir es im Gegensatz zu diesen mit weiblichem Gesang und Growls zu tun.
Wer mal reinhören möchte, kann sich die 2009er EP "Shades of Fate" komplett online anhören.
Und von der neuen CD findet sich der Song "Spectre Pt. I: Zorya's Dawn" als Preview auf YouTube:
Wem's gefällt und in der Gegend ist, hat am nächsten Freitag den 10.02.2012 ab 19.00h (Einlass, Beginn um 19.30h) im MUZclub für schlappe 5,- Euro die Gelegenheit, die neue CD komplett live zu hören.
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Generation Prog und Effloresce
Monday, 26. September 2011
Generation Prog Festival Nürnberg
Gestern Abend hatte es uns auf das Generation Prog Festival nach Nürnberg verschlagen.
Der Hauptgrund für den Besuch war der Auftritt von Andromeda, die man 2001 durch ihr Debut-Album "Extension of the Wish" kennengelernt hat. Danach waren sie medial hierzulande nicht sehr präsent, und ich hab bisher immer gedacht, die Band hätte sich aufgelöst, weil man in den folgenden Jahren im Netz nur Informationen über eine gleichnamige Techno-Gruppe gefunden hat. Umso überraschter war ich, als ich erfahren hab, daß sie mittlerweile fünf neue Alben in den letzten Jahren veröffentlicht haben. Da hab ich einiges nachzuholen.
Die anderen Bands, die am Samstag auftreten sollten, waren mir bis dato alle unbekannt. Folglich war ich also entsprechend gespannt, was mich erwarten würde. Nach der leidigen Parkplatzsuche, die in Nürnberg immer wieder ein Abenteuer ist, kam ich nur wenige Minuten nach Beginn der ersten Band in der Luise Cultfactory an. Die Location gefiel mir auf Anhieb recht gut, schnuckelige Bühne, vor der schätzungsweise 100 Leute Platz finden würden, gegenüberliegend ging die Zuschauerfläche in einen Bereich mit Sitzgelegenheiten und Theke über.
Überraschenderweise war schon einiges los, aus meiner bisherigen Erfahrung sind Auftritte von Prog Bands eher rar besucht, wenn man mal von den bekannten Genre-Platzhirschen absieht. Erfreulicherweise scheint es da in den letzten Jahren einen etwas gegenläufigen Trend zu geben.
Die erste Band des Abends war Theory of Elements, die einen soliden Progrock spielten, von der musikalischen Atmosphäre her aber eher einen ruhigeren und stellenweise melancholischen Eindruck hinterließen. Irgendwie hatte ich anfangs auch das Gefühl, daß mir da irgendetwas bekannt vorkam, aber ich konnte es zuerst nicht richtig greifen. Später fiel mir auf, daß mich die Band an Queensrÿche erinnert, insbesondere aufgrund der Stimme des Sängers.
Der Abend hatte sich hier für mich jedenfalls schon gelohnt, wenn die erste Band schon so einen professionellen Auftritt hinlegte, konnte es nur noch besser werden.
Und so standen nach einer kurzen Umbau-Pause Subsignal auf der Bühne. Subsignal waren für mich die Überraschung des Abends. Selten sieht man eine Band, die live so eine Spielfreude versprüht, was auch vom Publikum entsprechend honoriert wurde. Insbesondere der Frontmann wußte wie Interaktion funktioniert und konnte das Publikum stark motivieren.
Der Auftritt in Nürnberg war der erste ihrer aktuellen Tour, wer mal die Chance hat, sie live sehen zu können, bekommt hier eine klare Empfehlung.
Als dritte Band standen Relocator auf dem Programm. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, war deren Bassist auch einer der Organisatoren des Festivals. Relocator spielten rein instrumental ohne Gesang, was einem anfangs immer das Gefühl vermittelt, daß etwas fehlen würde. Allerdings stand hier jemand mit E-Geige auf der Bühne, welche mit entsprechenden Lead-Melodien zum Einsatz kam. (Ich mag den Sound von den Dingern!) Die Spielweise war deutlich härter im Vergleich zu den beiden vorherigen Bands und technisch auf sehr hohem Niveau.
Leider fingen hier schon langsam die Reihen im Publikum an sich zu lichten. Ich weiß nicht ob's an der Uhrzeit lag, oder weil vielleicht viele wegen Subsignal kamen. Allerdings war die Musik von Relocator auch definitiv kein Easy-Listening. Der Anteil der Nichtmusiker im Publikum dürfte spätestens jetzt die Anzahl der FDP-Wähler unterschritten haben.
Zum Schluß stand dann Andromeda auf der Bühne, was nach fünf Jahren ihr erster Auftritt in Deutschland war. Anfangs hatte ich den Eindruck, daß der Funke nicht so recht überspringen wollte, aber das änderte sich schnell. Die Stimmung im harten Kern des Publikums und der Band steigerte sich bis zum Schluß, und mir kam's am Tag drauf noch vor als hätte ich noch Adrenalin von diesem Auftritt im Blut. Wenn es irgendeine Band gibt, die man mit Fug und Recht als "underrated" bezeichnen könnte, sind es Andromeda.
Ich will den musikalischen Stil mal so beschreiben: Ich hatte mich vorher während einer Umbaupause noch mit einem Kollegen drüber unterhalten. Wenn man jahrelang progressive Musik hört, bekommt man irgendwann ein Gefühl dafür, wann eine Band in ihren Songs die typischen Off-Beat Breaks einbaut, oder wie sich die Arrangements entwickeln. Viele Bands haben da doch einen recht ähnlichen Stil, der dem progressiven Genre zugrunde liegt.
Bei Andromeda ist das selten der Fall. Wenn man die Songs nicht kennt, hat man meistens keine Ahnung was als nächstes kommt. Trotz dieser Unberechenbarkeit, haben die Songs aber dennoch immer etwas treibendes, das einen mitreißt. Und ich glaube die Band macht sich auch einen Heidenspaß daraus, zu sehen wie oft das Publikum beim Headbangen aus dem Takt kommt.
Zu dem Auftritt von Theory of Elements gibt es sogar schon eine Aufnahme von gestern, long live the Internet:
Ein älterer Auftritt von Subsignal mit Paradigm:
Relocator mit einem Ausschnitt von The Alchemist auf dem Festival:
Und zum Abschluß noch Andromeda ebenfalls mit einem älteren Live-Auftritt und einem Song ihres Debut-Albums "In the Deepest of Waters":
Wenn es nächstes Jahr von diesem Festival eine Neuauflage geben sollte, kann ich jedem Fan von etwas anspruchsvollerer Musik nur wärmstens empfehlen sich den Termin schonmal vorzumerken.
Der Hauptgrund für den Besuch war der Auftritt von Andromeda, die man 2001 durch ihr Debut-Album "Extension of the Wish" kennengelernt hat. Danach waren sie medial hierzulande nicht sehr präsent, und ich hab bisher immer gedacht, die Band hätte sich aufgelöst, weil man in den folgenden Jahren im Netz nur Informationen über eine gleichnamige Techno-Gruppe gefunden hat. Umso überraschter war ich, als ich erfahren hab, daß sie mittlerweile fünf neue Alben in den letzten Jahren veröffentlicht haben. Da hab ich einiges nachzuholen.
Die anderen Bands, die am Samstag auftreten sollten, waren mir bis dato alle unbekannt. Folglich war ich also entsprechend gespannt, was mich erwarten würde. Nach der leidigen Parkplatzsuche, die in Nürnberg immer wieder ein Abenteuer ist, kam ich nur wenige Minuten nach Beginn der ersten Band in der Luise Cultfactory an. Die Location gefiel mir auf Anhieb recht gut, schnuckelige Bühne, vor der schätzungsweise 100 Leute Platz finden würden, gegenüberliegend ging die Zuschauerfläche in einen Bereich mit Sitzgelegenheiten und Theke über.
Überraschenderweise war schon einiges los, aus meiner bisherigen Erfahrung sind Auftritte von Prog Bands eher rar besucht, wenn man mal von den bekannten Genre-Platzhirschen absieht. Erfreulicherweise scheint es da in den letzten Jahren einen etwas gegenläufigen Trend zu geben.
Die erste Band des Abends war Theory of Elements, die einen soliden Progrock spielten, von der musikalischen Atmosphäre her aber eher einen ruhigeren und stellenweise melancholischen Eindruck hinterließen. Irgendwie hatte ich anfangs auch das Gefühl, daß mir da irgendetwas bekannt vorkam, aber ich konnte es zuerst nicht richtig greifen. Später fiel mir auf, daß mich die Band an Queensrÿche erinnert, insbesondere aufgrund der Stimme des Sängers.
Der Abend hatte sich hier für mich jedenfalls schon gelohnt, wenn die erste Band schon so einen professionellen Auftritt hinlegte, konnte es nur noch besser werden.
Und so standen nach einer kurzen Umbau-Pause Subsignal auf der Bühne. Subsignal waren für mich die Überraschung des Abends. Selten sieht man eine Band, die live so eine Spielfreude versprüht, was auch vom Publikum entsprechend honoriert wurde. Insbesondere der Frontmann wußte wie Interaktion funktioniert und konnte das Publikum stark motivieren.
Der Auftritt in Nürnberg war der erste ihrer aktuellen Tour, wer mal die Chance hat, sie live sehen zu können, bekommt hier eine klare Empfehlung.
Als dritte Band standen Relocator auf dem Programm. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, war deren Bassist auch einer der Organisatoren des Festivals. Relocator spielten rein instrumental ohne Gesang, was einem anfangs immer das Gefühl vermittelt, daß etwas fehlen würde. Allerdings stand hier jemand mit E-Geige auf der Bühne, welche mit entsprechenden Lead-Melodien zum Einsatz kam. (Ich mag den Sound von den Dingern!) Die Spielweise war deutlich härter im Vergleich zu den beiden vorherigen Bands und technisch auf sehr hohem Niveau.
Leider fingen hier schon langsam die Reihen im Publikum an sich zu lichten. Ich weiß nicht ob's an der Uhrzeit lag, oder weil vielleicht viele wegen Subsignal kamen. Allerdings war die Musik von Relocator auch definitiv kein Easy-Listening. Der Anteil der Nichtmusiker im Publikum dürfte spätestens jetzt die Anzahl der FDP-Wähler unterschritten haben.
Zum Schluß stand dann Andromeda auf der Bühne, was nach fünf Jahren ihr erster Auftritt in Deutschland war. Anfangs hatte ich den Eindruck, daß der Funke nicht so recht überspringen wollte, aber das änderte sich schnell. Die Stimmung im harten Kern des Publikums und der Band steigerte sich bis zum Schluß, und mir kam's am Tag drauf noch vor als hätte ich noch Adrenalin von diesem Auftritt im Blut. Wenn es irgendeine Band gibt, die man mit Fug und Recht als "underrated" bezeichnen könnte, sind es Andromeda.
Ich will den musikalischen Stil mal so beschreiben: Ich hatte mich vorher während einer Umbaupause noch mit einem Kollegen drüber unterhalten. Wenn man jahrelang progressive Musik hört, bekommt man irgendwann ein Gefühl dafür, wann eine Band in ihren Songs die typischen Off-Beat Breaks einbaut, oder wie sich die Arrangements entwickeln. Viele Bands haben da doch einen recht ähnlichen Stil, der dem progressiven Genre zugrunde liegt.
Bei Andromeda ist das selten der Fall. Wenn man die Songs nicht kennt, hat man meistens keine Ahnung was als nächstes kommt. Trotz dieser Unberechenbarkeit, haben die Songs aber dennoch immer etwas treibendes, das einen mitreißt. Und ich glaube die Band macht sich auch einen Heidenspaß daraus, zu sehen wie oft das Publikum beim Headbangen aus dem Takt kommt.
Zu dem Auftritt von Theory of Elements gibt es sogar schon eine Aufnahme von gestern, long live the Internet:
Ein älterer Auftritt von Subsignal mit Paradigm:
Relocator mit einem Ausschnitt von The Alchemist auf dem Festival:
Und zum Abschluß noch Andromeda ebenfalls mit einem älteren Live-Auftritt und einem Song ihres Debut-Albums "In the Deepest of Waters":
Wenn es nächstes Jahr von diesem Festival eine Neuauflage geben sollte, kann ich jedem Fan von etwas anspruchsvollerer Musik nur wärmstens empfehlen sich den Termin schonmal vorzumerken.
Tuesday, 27. April 2010
Der Vorhang fällt
Hach ja...
Ich mag ja diese wechselhaften Stücke von Opeth wo ruhige akustische Parts und brachiale Metal-Sounds ohne Vorwarnung aufeinander folgen. Hier insbesondere die Stelle ab 7:23, großartig.
(Edit: Hmpf... Die HD Version zerschießt hier leider das Layout.)
Thursday, 25. June 2009
Dream Theater live in München
Dienstag Abend waren wir auf dem Dream Theater Konzert im Tollwood in München. Mir war zwar schon länger bekannt, daß die dort spielen, aber die Entscheidung dort hin zu fahren, fiel erst am Montag. Glücklicherweise gab es noch Karten an der Abendkasse.
Wir waren leider ein paar Minuten zu spät dran, ich hatte aber auch nicht damit gerechnet, daß die den Zeitplan minutiös einhalten würden. Um Punkt 19 Uhr fing Neal Morse mit seiner Band an, und wir hörten sie schon spielen, als wir noch auf dem Weg zum Tollwood waren.
Wohlbekannte Klänge leiteten uns den Weg, hätte ich's nicht besser gewußt, hätte ich gesagt dort spielt Spock's Beard, ein Sound wie damals, als Neal dort noch Frontmann war.
Das Festzelt war um kurz nach sieben ungefähr halb voll, aber das sollte sich noch sehr schnell ändern.
Neal ist immer noch der charismatische Sänger/Keyboarder wie damals, und man merkt ihm von der ersten Sekunde an, wie sehr er in seiner Musik aufgeht und was ihm die Bühne bedeutet.
Leider, leider, leider war der Auftritt viel zu kurz. Um den straffen Zeitplan zu halten, durften sie nur eine halbe Stunde spielen, und mußten dann bereits die Bühne verlassen, damit umgebaut werden konnte.
In der folgenden halben Stunde füllte sich das Zelt bis in die hintersten Reihen. Das Publikum vertreibte sich die Zeit damit den Leuten vom Soundcheck zu applaudieren oder einfach so in prophylaktische Jubelstürme auszubrechen.
Auf die Minute um 20 Uhr fingen dann Dream Theater an. Der Opener war diesmal In The Presence Of Enemies Pt.1 von der Systematic Chaos. Am Anfang war der Sound im Zelt etwas leise, so daß es das Publikum geschafft hat, die Musik zu übertönen, das haben die Tontechniker allerdings schnell in den Griff bekommen.
Anmerkung am Rande, falls es jemand nicht weiß: Jedes Dream Theater Konzert ist einzigartig was die Setlist betrifft. Mike Portnoy führt seit Jahren Buch darüber, welche Setlist in welcher Stadt aufgeführt wurde, um zu verhindern, daß irgendwann ein doppeltes Set gespielt wird, was einem vorherigen Konzert gleicht.
Zufälligerweise erschien am Dienstag auch das neue Album Black Clouds & Silver Linings. Von dieser CD haben sie aber nur den Song A Rite Of Passage gespielt, von dem vorab schon das Musik-Video veröffentlicht wurde (in dem der Song auch leicht gekürzt ist).
Wir hatten einen einigermaßen guten Platz relativ mittig, so daß man alles sehen konnte und auch die Akustik war in Ordnung. Ein paar Fotos habe ich noch gemacht, die aber leider etwas unscharf geworden sind.
Ansonsten kann man zu dem Konzert nicht viel sagen ohne hier seitenlange Lobhudeleien vom Stapel zu lassen, die Jungs muß man einfach mal live erlebt haben.

Leider hatten sich auch Dream Theater an den engen Zeitplan zu halten und mußten um 22 Uhr die Zelte abbrechen, so daß sie nur 2 Stunden gespielt haben.
Einerseits schade, andererseits verständlich, da das Zelt so gut wie keine Schalldämmung hatte, und man sie vermutlich meilenweit gehört hat.
Nach einer kurzen Auseinandersetzung des abreisenden Publikums mit dem Parktiket-Automaten des Parkhauses, der mit dem Regenwetter wohl nicht ganz klarkam und bei einigen Leuten meinte er müßte die Tickets und das Geld behalten, kam ein sichtlich gestreßter Mitarbeiter angerannt, um die Schranke manuell aufzumachen und das Hup-Konzert zu beenden.
Wir waren leider ein paar Minuten zu spät dran, ich hatte aber auch nicht damit gerechnet, daß die den Zeitplan minutiös einhalten würden. Um Punkt 19 Uhr fing Neal Morse mit seiner Band an, und wir hörten sie schon spielen, als wir noch auf dem Weg zum Tollwood waren.
Wohlbekannte Klänge leiteten uns den Weg, hätte ich's nicht besser gewußt, hätte ich gesagt dort spielt Spock's Beard, ein Sound wie damals, als Neal dort noch Frontmann war.
Das Festzelt war um kurz nach sieben ungefähr halb voll, aber das sollte sich noch sehr schnell ändern.
Neal ist immer noch der charismatische Sänger/Keyboarder wie damals, und man merkt ihm von der ersten Sekunde an, wie sehr er in seiner Musik aufgeht und was ihm die Bühne bedeutet.
Leider, leider, leider war der Auftritt viel zu kurz. Um den straffen Zeitplan zu halten, durften sie nur eine halbe Stunde spielen, und mußten dann bereits die Bühne verlassen, damit umgebaut werden konnte.
In der folgenden halben Stunde füllte sich das Zelt bis in die hintersten Reihen. Das Publikum vertreibte sich die Zeit damit den Leuten vom Soundcheck zu applaudieren oder einfach so in prophylaktische Jubelstürme auszubrechen.
Auf die Minute um 20 Uhr fingen dann Dream Theater an. Der Opener war diesmal In The Presence Of Enemies Pt.1 von der Systematic Chaos. Am Anfang war der Sound im Zelt etwas leise, so daß es das Publikum geschafft hat, die Musik zu übertönen, das haben die Tontechniker allerdings schnell in den Griff bekommen.
Anmerkung am Rande, falls es jemand nicht weiß: Jedes Dream Theater Konzert ist einzigartig was die Setlist betrifft. Mike Portnoy führt seit Jahren Buch darüber, welche Setlist in welcher Stadt aufgeführt wurde, um zu verhindern, daß irgendwann ein doppeltes Set gespielt wird, was einem vorherigen Konzert gleicht.
Zufälligerweise erschien am Dienstag auch das neue Album Black Clouds & Silver Linings. Von dieser CD haben sie aber nur den Song A Rite Of Passage gespielt, von dem vorab schon das Musik-Video veröffentlicht wurde (in dem der Song auch leicht gekürzt ist).
Wir hatten einen einigermaßen guten Platz relativ mittig, so daß man alles sehen konnte und auch die Akustik war in Ordnung. Ein paar Fotos habe ich noch gemacht, die aber leider etwas unscharf geworden sind.
Ansonsten kann man zu dem Konzert nicht viel sagen ohne hier seitenlange Lobhudeleien vom Stapel zu lassen, die Jungs muß man einfach mal live erlebt haben.
Leider hatten sich auch Dream Theater an den engen Zeitplan zu halten und mußten um 22 Uhr die Zelte abbrechen, so daß sie nur 2 Stunden gespielt haben.
Einerseits schade, andererseits verständlich, da das Zelt so gut wie keine Schalldämmung hatte, und man sie vermutlich meilenweit gehört hat.
Nach einer kurzen Auseinandersetzung des abreisenden Publikums mit dem Parktiket-Automaten des Parkhauses, der mit dem Regenwetter wohl nicht ganz klarkam und bei einigen Leuten meinte er müßte die Tickets und das Geld behalten, kam ein sichtlich gestreßter Mitarbeiter angerannt, um die Schranke manuell aufzumachen und das Hup-Konzert zu beenden.
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