Gestern feierte der Editor Vim seinen 20. Jahrestag.
Auf ars technica gibt es zu diesem Anlaß einen Artikel, der die Historie unter dem passenden Titel Two decades of productivity: Vim's 20th anniversary schön zusammenfaßt.
Ich kann mich heute noch gut an meine erste Vim-Session erinnern, die mittlerweile knapp 15 Jahre her sein dürfte. Vim wurde auf der Konsole gestartet, und dann bin ich am Kommando-Modus nahezu verzweifelt, weil mir dieses Konzept innerhalb eines Editors damals neu war. Und da ich auch :q nicht kannte, habe ich daraufhin auf ein zweites Terminal gewechselt und die ps/kill Kombination ihr Werk verrichten lassen. Die bekannte Novice's Ed session kam dem ganzen schon sehr nahe...
Heutzutage ist er aus dem täglichen Leben jedoch nicht mehr wegzudenken, also wünsche ich hier alles Gute für für die nächsten 20 Jahre und vielen Dank an alle Beteiligten, die Vim zu dem Editor gemacht haben, der er heute ist.
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20 Jahre Vim
Sunday, 6. February 2011
Debian 6.0 veröffentlicht

Und da erblickt Debian 6.0 - Squeeze das Licht der Welt. Und zum allerersten Mal mit offizieller Unterstützung für den Debian-Port des FreeBSD Kernels.
Insgesamt unterstützt Debian 6.0 elf verschiedene Architekturen, davon neun auf Linux-Basis und zwei basierend auf kFreeBSD.
Außerdem hat die Debian-Webseite nach 13 Jahren ein neues Design erhalten.
Sunday, 27. June 2010
Gnash-Versuch
Da es für das Adobe Flash Plugin in der Version Schweizer Käse kein Update für 64-Bit Linux-Systeme gibt, hatte ich dieses Plugin nach Bekanntwerden der eklatanten Lücken erstmal deinstalliert.
Das hindert natürlich niemanden daran mir weiterhin Links auf Youtube-Videos oder ähnliches zu schicken
, also wollte ich gerade einnmal Gnash ausprobieren, eine freie Alternative zu Adobes Trashplayer. Die Umgebung ist hier ein 64-Bit Arch Linux System und Gnash findet sich dort auch in aktueller Version im Repository.
Ein
Der erste Test wird mit einem beliebigen Youtube-Video durchgeführt. Das Video wird zwar abgespielt, allerdings erscheint eine Fehlermeldung, daß der Audio-Stream nicht dekodiert werden kann. Gnash verwendet das GStreamer Framework und für den verwendeten Audio-Stream fehlten letztendlich die Bad Plugins, welche hier noch nicht installiert waren.
Ein weiteres
Als mittelfristige Lösung, bis Youtube endlich vollständig auf HTML5 umsteigt, ist Gnash hier demnach vollkommen ausreichend und gerade auf 64-Bit Systemen eine vermutlich sicherere Alternative.
Update:Es gibt doch noch weitere Probleme, so funktionieren nur eingebettete Videos, aber direkt auf Youtube abspielen kann ich nicht. Scheint ein Problem mit Cookies oder ähnlichem zu sein. Wär ja auch zu schön gewesen.
Das hindert natürlich niemanden daran mir weiterhin Links auf Youtube-Videos oder ähnliches zu schicken
Ein
pacman -S gnash hat allerdings keinerlei Auswirkung auf das Firefox-Verhalten, das Plugin ist für diesen schlicht nicht vorhanden. Lösung ist die zusätzliche Installation des Pakets gnash-gtk. Et voila, Firefox erkennt das Plugin.Der erste Test wird mit einem beliebigen Youtube-Video durchgeführt. Das Video wird zwar abgespielt, allerdings erscheint eine Fehlermeldung, daß der Audio-Stream nicht dekodiert werden kann. Gnash verwendet das GStreamer Framework und für den verwendeten Audio-Stream fehlten letztendlich die Bad Plugins, welche hier noch nicht installiert waren.
Ein weiteres
pacman -S gstreamer0.10-bad-plugins zur Installation des Plugin-Pakets inklusive entsprechend mitinstallierter Dependencies löst auch dieses Problem und das Video wird wie erwartet abgespielt.Als mittelfristige Lösung, bis Youtube endlich vollständig auf HTML5 umsteigt, ist Gnash hier demnach vollkommen ausreichend und gerade auf 64-Bit Systemen eine vermutlich sicherere Alternative.
Update:Es gibt doch noch weitere Probleme, so funktionieren nur eingebettete Videos, aber direkt auf Youtube abspielen kann ich nicht. Scheint ein Problem mit Cookies oder ähnlichem zu sein. Wär ja auch zu schön gewesen.
Sunday, 8. November 2009
FreeNAS 0.7
Das auf FreeBSD basierende NAS-System FreeNAS 0.7, Codename Khasadar, ist heute released worden. (Das Announcement-Datum auf der FreeNAS-Seite ist inkorrekt.)
Neben generellen Updates der eingesetzten Software (Samba, lighttpd, ProFTPD, etc.) gab es auch einige nicht unwichtige Bugfixes. So läßt sich jetzt endlich Unison über die WebGUI auch mit ZFS Shares verwenden.
Wie es mit FreeNAS in Zukunft weitergeht ist allerdings derzeit etwas ungewiß. So ist der Hauptentwickler Volker mit dem FreeBSD Unterbau und der Build-Umgebung unzufrieden und entwickelt parallel an einer Linux-basierten Alternative namens coreNAS, wovon das erste Prototyp-Release schätzungsweise in zwei Monaten erwartet wird.
Viele Nutzer die derzeit ein NAS mit ZFS verwenden sind bezüglich dieser Ankündigungen verständlicherweise nur bedingt begeistert. Es wurde aber versprochen, daß Freenas weiterhin gewartet wird, allerdings werden wohl keine Neuerungen und Erweiterungen mehr entwickelt.
Und vielleicht sehen wir ja doch bald einen nicht auf Fuse aufgesetzten ZFS Port für Linux.
Neben generellen Updates der eingesetzten Software (Samba, lighttpd, ProFTPD, etc.) gab es auch einige nicht unwichtige Bugfixes. So läßt sich jetzt endlich Unison über die WebGUI auch mit ZFS Shares verwenden.
Wie es mit FreeNAS in Zukunft weitergeht ist allerdings derzeit etwas ungewiß. So ist der Hauptentwickler Volker mit dem FreeBSD Unterbau und der Build-Umgebung unzufrieden und entwickelt parallel an einer Linux-basierten Alternative namens coreNAS, wovon das erste Prototyp-Release schätzungsweise in zwei Monaten erwartet wird.
Viele Nutzer die derzeit ein NAS mit ZFS verwenden sind bezüglich dieser Ankündigungen verständlicherweise nur bedingt begeistert. Es wurde aber versprochen, daß Freenas weiterhin gewartet wird, allerdings werden wohl keine Neuerungen und Erweiterungen mehr entwickelt.
Und vielleicht sehen wir ja doch bald einen nicht auf Fuse aufgesetzten ZFS Port für Linux.
Monday, 6. October 2008
Desktop mit LXDE, ein Überblick
Ich habe in den mittlerweile 12 Jahren, in denen ich GNU/Linux nutze, schon sehr viele verschiedene Desktop-Umgebungen ausprobiert. Zu den von mir am häufigsten genutzten gehören Windowmaker (schon eine Weile her), Xfce und Gnome.
Mit KDE bin ich nie so richtig warm geworden. Da hatte ich immer den Eindruck, daß der komplette Desktop mehr Platz auf dem Schirm für sich selber belegt, also die ganzen Fensterdekorationen, Buttons, Icons, etc., als für den eigentlichen Inhalt der verwendeten Applikationen. (Nein, ich will hier keinen Flamewar lostreten, soll jeder das verwenden, was ihm am besten gefällt. Aber es schadet halt auch nicht mal ein paar Alternativen zu testen.)
Seit einiger Zeit benutze ich mittlerweile LXDE als Desktop-Umgebung unter Arch Linux.
Ersteres ist eine Kombination unterschiedlicher Applikationen, die in ihrer Gesamtheit eine komplette Desktop-Umgebung bereitstellen, andererseits aber auch beliebig austauschbar sind.
Die einzelnen Module arbeiten nach dem bekannten KISS-Prinzip, sie sollen eine Aufgabe erledigen, und die erledigen sie simpel und gut.
Die einzelnen Bestandteile von LXDE, die auch alle einzeln verwendet werden können, sind derzeit:
Die letzten drei Applikationen, von denen ich allerdings keine verwende, sind dann noch ein Monitor-Konfigurations-Tool namens LXRandR, ein Network-Connection Manager namens LXNM und eine grafische Oberfläche für netcat namens GtkNetCat.
Wie bereits erwähnt sind die Applikationen auch alle eigenständig und können bei Gefallen natürlich auch unter anderen Desktop-Umgebungen verwendet werden.
Ein paar weitere nette Desktop-Schmankerl, die nicht zu LXDE gehören, aber auch ganz nett sind und oben schon kurz erwähnt wurden, sind:
Zu guter Letzt natürlich noch ein Screenshot meines derzeitigen Desktops, man sieht hier das Wallpaper via Nitrogen, Conky auf der linken Seite, unten das LXPanel und Gimp (für den Screenshot) mit den derzeitig verwendeten Themes Clearlooks (für Buttons, Menü etc.) und Onyx (für die Fensterrahmen).
Als ich den Desktop das erste Mal neu eingerichtet hatte, lag der RAM-Verbrauch nach einem Neustart übrigens bei ca. 70 Mb, mittlerweile liegt er bei etwas über 100 MB, aber das liegt an ein paar zusätzlichen Daemons und nicht an der Desktop-Umgebung. LXDE eignet sich also auch für etwas ältere PCs, auf denen die Boliden KDE oder Gnome zuviel des Guten wären.
Mit KDE bin ich nie so richtig warm geworden. Da hatte ich immer den Eindruck, daß der komplette Desktop mehr Platz auf dem Schirm für sich selber belegt, also die ganzen Fensterdekorationen, Buttons, Icons, etc., als für den eigentlichen Inhalt der verwendeten Applikationen. (Nein, ich will hier keinen Flamewar lostreten, soll jeder das verwenden, was ihm am besten gefällt. Aber es schadet halt auch nicht mal ein paar Alternativen zu testen.)
Seit einiger Zeit benutze ich mittlerweile LXDE als Desktop-Umgebung unter Arch Linux.
Ersteres ist eine Kombination unterschiedlicher Applikationen, die in ihrer Gesamtheit eine komplette Desktop-Umgebung bereitstellen, andererseits aber auch beliebig austauschbar sind.
Die einzelnen Module arbeiten nach dem bekannten KISS-Prinzip, sie sollen eine Aufgabe erledigen, und die erledigen sie simpel und gut.
Die einzelnen Bestandteile von LXDE, die auch alle einzeln verwendet werden können, sind derzeit:
PCManFM, ein schlanker Dateimanager, der aber einige nette Features hat. So beherrscht er z.B. Tabs, und was mir sehr gut gefällt ist der Hotkey zum öffnen einer Shell im aktuellen Verzeichnis. Die linke Ansicht kann man umschalten zwischen einer Baum- oder Orts-Ansicht. Man kann auch Lesezeichen zu bestimmten Pfaden ablegen, die dann unter der Orts-Ansicht sichtbar sind.
Allerdings ist die Bedienung teilweise noch etwas gewöhnungsbedürftig und die Drag&Drop-Funktionalität ist auch nicht unbedingt so, wie man sie erwartet.- LXPanel ist zuständig für die Taskleiste, bzw. das Panel. Über Rechtsklick ist es konfigurierbar und es gibt diverse Panel-Erweiterungen, mit denen man sich das Panel beliebig gestalten kann. So lassen sich einzelne Icons für häufig genutzte Programme ablegen, ein Startmenü, die aktuell laufenden Programme, ein Pager für die virtuellen Desktops, und noch einiges mehr.
- LXSession Lite ist einer der zwei Session-Manager, der andere ist LXSession. Ich verwende allerdings keins von beiden, da mir das Session-Konzept nicht so zusagt.
- LXAppearance ist ein einfaches Konfigurationstool, um zwischen verschiedenen GTK+ Window und Icon-Themes auszuwählen, die von LXDE verwendet werden.
- Openbox ist das Kernstück, der Window-Manager. Dieser wird nicht unter der Obhut von LXDE entwickelt, aber wurde dennoch zum standardmäßig verwendeten Window-Manager auserkoren. Er ist natürlich beliebig austauschbar, und es kann auch jeder andere verwendet werden.
Man könnte Openbox auch komplett für sich alleine nutzen, ohne die anderen Erweiterungen des LXDE-Projekts. Es gibt genug Alternativen für die Panels und sonstigen Desktop-Bestandteile. Allerdings passen die LXDE-Programme ganz gut zusammen.
Wenn man Openbox nutzt, empfiehlt es sich auch mal einen Blick auf die default keybindings zu werfen, das macht die Bedienung doch deutlich angenehmer.
Die Konfiguration von Openbox kann man entweder über das Toolobconf
regeln, oder man editiert die Konfigurationsdatei unter~/.config/openbox/rc.xml
Im gleichen Verzeichnis findet sich eine autostart.sh, dort lassen sich Programme eintragen, die beim Start von Openbox mitgestartet werden sollen. Dort drin habe ich zum Beispiel das lxpanel, nitrogen (für das Wallpaper) und conky (eine Statusanzeige im Desktop). - GPicView ist ein einfacher Bildbetrachter. Nichts besonderes, aber er erfüllt eben genau seinen Zweck.
- Leafpad ist ein Texteditor. Aber wozu einen anderen Texteditor, wenn man vim hat?

- LXDE Common dürfte der ganze Glue Code sein, der alles zusammenhält, unter anderem sind dort wohl einige Konfigurationsdateien dabei.
- LXTerminal ist wie der Name schon sagt ein grafisches Terminal. Gibt es sonst nicht viel zu sagen, außer daß es Tabs beherrscht und derzeit noch einen kleinen aber nervigen Bug hat, wenn Befehlszeilen zu lang werden...
- Xarchiver ist ein grafisches Entpackprogramm für alle möglichen Komprimierungsformate. Hier hat sich LXDE bei Xfce bedient, einer anderen Desktop-Umgebung.
Die letzten drei Applikationen, von denen ich allerdings keine verwende, sind dann noch ein Monitor-Konfigurations-Tool namens LXRandR, ein Network-Connection Manager namens LXNM und eine grafische Oberfläche für netcat namens GtkNetCat.
Wie bereits erwähnt sind die Applikationen auch alle eigenständig und können bei Gefallen natürlich auch unter anderen Desktop-Umgebungen verwendet werden.
Ein paar weitere nette Desktop-Schmankerl, die nicht zu LXDE gehören, aber auch ganz nett sind und oben schon kurz erwähnt wurden, sind:
- Nitrogen, ein Browser und Anzeigeprogramm für Hintergrundbilder. Openbox kann das nicht von sich aus, deshalb wird Nitrogen wie oben schon erwähnt via
nitrogen --restore &
in der autostart.sh von Openbox geladen. Durch die --restore Option wird das zuletzt ausgewählte Hintergrundbild wieder geladen. Startet man Nitrogen ohne Parameter, werden einem alle Bilder im aktuellen Verzeichnis zur Auswahl angeboten. - Conky, ein Systemmonitor, der sich in den Desktop-Hintergrund einbettet, also keine anderen Programme überlagert. Die Anzeige ist absolut beliebig konfigurierbar.
Im Archlinux-Forum gibt es einen interessanten Thread hierzu mit Screenshots und der jeweils verwendeten Konfiguration. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Als ich den Desktop das erste Mal neu eingerichtet hatte, lag der RAM-Verbrauch nach einem Neustart übrigens bei ca. 70 Mb, mittlerweile liegt er bei etwas über 100 MB, aber das liegt an ein paar zusätzlichen Daemons und nicht an der Desktop-Umgebung. LXDE eignet sich also auch für etwas ältere PCs, auf denen die Boliden KDE oder Gnome zuviel des Guten wären.
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