Kaum ist man zurück vom 28C3 neigt sich das Jahr auch schon wieder dem Ende zu.
Ich hatte eigentlich vor zu jedem Tag wieder ein "live" Blogposting wie letztes Jahr hier abzusetzen, aber diesmal war der Congress deutlich stressiger. Es waren gefühlt sehr viel mehr interessante Vorträge und Workshops als letztes Jahr, so daß wenig Zeit blieb um jeden Tag einen Artikel zu schreiben. Ich habe mir allerdings einiges an Notizen gemacht, und es wird Anfang nächsten Jahres (hoffentlich) ein ausführliches Resumé geben und zu zwei drei einzelnen Themen nochmal extra Beiträge.
Es sind auch schon viele Vortragsvideos fertig, da hat das FEM dieses Jahr einen neuen Rekord aufgestellt.
Wer vorab schonmal eine der vielen Kinn-trifft-Fußboden Empfehlungen möchte, dem sei hier der Vortrag "Behind the scenes of a C64 demo" an's Herz gelegt, den vielleicht viele noch nicht gesehen haben.
Also an dieser Stelle nochmal ein Danke an die Organisatoren und alle Beteiligten für einen lohnenswerten Congress.
Damit verabschiede ich mich auch schon und wünsche einen guten Rutsch in's nächste Jahr.
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Jahresende
Sunday, 11. December 2011
Himmelskreuz
Sunday, 27. November 2011
Also manchmal...
Da weiß man ungefähr ein bis zwei Wochen im voraus von einer schwierigen Situation und beginnt mit den Überlegungen wie man damit umgehen könnte.
Man stellt sich einen mentalen Spielbaum zusammen, und geht alle möglichen Kombinationen durch. Wie sind die zu erwartenden Reaktionen bei bestimmten Handlungen? Wie reagiert man am besten wiederum auf ebendiese Reaktionen? Die einzelnen Varianten werden nach vermutlich einzutreffender Wahrscheinlichkeit mit jeweils mehr oder weniger Aufwand durchdacht.
Welches Ziel hat man überhaupt und welcher Pfad im Baum wäre dafür der erfolgversprechendste?
Können unerwartete Ereignisse eintreten, auf die man sich vorbereiten sollte? Blöde Frage, natürlich, aber über welche sollte man sich ernsthaft den Kopf zerbrechen?
Die Zeit verstreicht, Tag für Tag, Stunde um Stunde. Das entscheidende Datum rückt immer näher, und man feilt weiter an den Details und anderen Unwägbarkeiten, die einem in der Zwischenzeit noch eingefallen sind. Jedes Wort wurde vorab auf die Goldwaage gelegt.
Die Zuversicht wächst, man ist sich sicher, sich gut vorbereitet zu haben und fühlt sich allem gewappnet, egal was letztendlich passieren mag.
Und dann kommt alles ganz anders.
Die Realität tippt einem im letzten Moment von hinten auf die Schulter, reißt einem schelmisch grinsend des eigenen Lebens Drehbuch aus der Hand, und man meint sie noch sagen zu hören: "Netter Versuch, Guybrush."
Eine spontane Notfallreaktion läßt einen noch halbwegs das Gesicht wahren, aber der Tischkantenverschleiß hätte im Nachhinein trotzdem nicht sein müssen.
Und so bewahrheitet sich wieder einmal mein derzeitiger Lieblingsspruch: "Planung ersetzt Zufall durch Irrtum."
Man stellt sich einen mentalen Spielbaum zusammen, und geht alle möglichen Kombinationen durch. Wie sind die zu erwartenden Reaktionen bei bestimmten Handlungen? Wie reagiert man am besten wiederum auf ebendiese Reaktionen? Die einzelnen Varianten werden nach vermutlich einzutreffender Wahrscheinlichkeit mit jeweils mehr oder weniger Aufwand durchdacht.
Welches Ziel hat man überhaupt und welcher Pfad im Baum wäre dafür der erfolgversprechendste?
Können unerwartete Ereignisse eintreten, auf die man sich vorbereiten sollte? Blöde Frage, natürlich, aber über welche sollte man sich ernsthaft den Kopf zerbrechen?
Die Zeit verstreicht, Tag für Tag, Stunde um Stunde. Das entscheidende Datum rückt immer näher, und man feilt weiter an den Details und anderen Unwägbarkeiten, die einem in der Zwischenzeit noch eingefallen sind. Jedes Wort wurde vorab auf die Goldwaage gelegt.
Die Zuversicht wächst, man ist sich sicher, sich gut vorbereitet zu haben und fühlt sich allem gewappnet, egal was letztendlich passieren mag.
Und dann kommt alles ganz anders.
Die Realität tippt einem im letzten Moment von hinten auf die Schulter, reißt einem schelmisch grinsend des eigenen Lebens Drehbuch aus der Hand, und man meint sie noch sagen zu hören: "Netter Versuch, Guybrush."
Eine spontane Notfallreaktion läßt einen noch halbwegs das Gesicht wahren, aber der Tischkantenverschleiß hätte im Nachhinein trotzdem nicht sein müssen.
Und so bewahrheitet sich wieder einmal mein derzeitiger Lieblingsspruch: "Planung ersetzt Zufall durch Irrtum."
Thursday, 10. November 2011
Spontaner Gedanke zu den heutigen Nachrichten
Als ich heute nebenbei in den Nachrichten [1] von der Klamotte über die doppelte Staatsbürgerschaft erfahren habe, war mein erster spontaner Gedanke die Frage: "Auf welchem Amt kann man eigentlich die Weltbürgerschaft beantragen?"
Wenn das nicht geht, muß man es wohl auf die harte Tour versuchen. Das ist zwar etwas aufwendig, und bestimmt viel Papierkram, aber dafür bekommt man dann vielleicht auch ein tolles Achievement:

[1]: Bei der Bildunterschrift im Tagesschau-Artikel hatte ich erst gelesen: "Das Oppositionsmodell funktioniere nicht mehr". Ich mußte lachen und hab mich schon gefreut, daß Herr Steinmeier mal einen lichten Moment hatte... Nunja.
Wenn das nicht geht, muß man es wohl auf die harte Tour versuchen. Das ist zwar etwas aufwendig, und bestimmt viel Papierkram, aber dafür bekommt man dann vielleicht auch ein tolles Achievement:

[1]: Bei der Bildunterschrift im Tagesschau-Artikel hatte ich erst gelesen: "Das Oppositionsmodell funktioniere nicht mehr". Ich mußte lachen und hab mich schon gefreut, daß Herr Steinmeier mal einen lichten Moment hatte... Nunja.
Wednesday, 26. October 2011
The sorry state of technology
Den Turing-Test gibt es seit 1950.
ELIZA gibt es seit 1966. (Eine bekannte Implementierung derselbigen gibt es unter anderem heute noch in Emacs.)
Und danach hat es dann 45 Jahre gebraucht, bis dieses Konzept mit etwas Spracherkennung und Web2.0-Mashup-Puderzucker als Weltneuheit und das Verkaufsargument schlechthin für ein "Smart"phone präsentiert wird? Ernsthaft?
ELIZA gibt es seit 1966. (Eine bekannte Implementierung derselbigen gibt es unter anderem heute noch in Emacs.)
Und danach hat es dann 45 Jahre gebraucht, bis dieses Konzept mit etwas Spracherkennung und Web2.0-Mashup-Puderzucker als Weltneuheit und das Verkaufsargument schlechthin für ein "Smart"phone präsentiert wird? Ernsthaft?
Monday, 18. July 2011
Aus für Elena
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Elena: Der elektronische Gehaltsnachweis kommt in den Schredder
Auch wenn die Begründung hanebüchen ist und nur wie eine reine Gesichtswahrungs-PR-Strategie aussieht, das Ergebnis ist dann doch mal das richtige. Es hat nur viel zu lange gedauert, und von den Schäden die schon angerichtet wurden ganz zu schweigen.
Als nächstes dann bitte ähnliche Maßnahmen bei der elektronischen Gesundheitskarte, dem ePerso und De-Mail einleiten. Danke.
Auch wenn die Begründung hanebüchen ist und nur wie eine reine Gesichtswahrungs-PR-Strategie aussieht, das Ergebnis ist dann doch mal das richtige. Es hat nur viel zu lange gedauert, und von den Schäden die schon angerichtet wurden ganz zu schweigen.
Als nächstes dann bitte ähnliche Maßnahmen bei der elektronischen Gesundheitskarte, dem ePerso und De-Mail einleiten. Danke.
Sunday, 5. June 2011
Blume des Lebens
Wir sind heute einer Einladung zu einem Straßenfest in einer benachbarten Großstadt gefolgt. Hauptgrund des Besuchs war allerdings nicht das Fest als solches, sondern eher die dort auftretende Liveband in der der Einladende selber mitspielt.
Nachdem wir auf dem Weg dorthin einige Wetterextrema, brütende Hitze jenseits der 30°C einerseits und Hagelschauer andererseits, mitgenommen haben, blieb das Wetter mit Sonne bei moderater Temperatur und einer angenehmen Brise dann während der Festivität durchweg sehr angenehm.
Dort angekommen, holte ich mir ein Wasser, welches in üppiger 0,5l Glasflasche angeboten wurde.
Nun bin ich jemand der sich, vermutlich aufgrund einer Kombination aus Gewohnheit und Neugier, gerne die Beschriftungen von Lebensmittelbehältnissen durchliest.

Das Etikett dieser Wasserflasche war jedenfalls der Lacher des Tages.
Bisher hab ich von so Zeug ja nur in den unterhaltsamen Esoterik-Rants auf Astrodicticum Simplex, Esowatch oder dem mittlerweile nicht mehr verfügbarem Nightline Blog gelesen.
Aber daß mir sowas selbst mal in freier Wildbahn vor die Füße läuft...
Nachdem wir auf dem Weg dorthin einige Wetterextrema, brütende Hitze jenseits der 30°C einerseits und Hagelschauer andererseits, mitgenommen haben, blieb das Wetter mit Sonne bei moderater Temperatur und einer angenehmen Brise dann während der Festivität durchweg sehr angenehm.
Dort angekommen, holte ich mir ein Wasser, welches in üppiger 0,5l Glasflasche angeboten wurde.
Nun bin ich jemand der sich, vermutlich aufgrund einer Kombination aus Gewohnheit und Neugier, gerne die Beschriftungen von Lebensmittelbehältnissen durchliest.
Das Etikett dieser Wasserflasche war jedenfalls der Lacher des Tages.
Bisher hab ich von so Zeug ja nur in den unterhaltsamen Esoterik-Rants auf Astrodicticum Simplex, Esowatch oder dem mittlerweile nicht mehr verfügbarem Nightline Blog gelesen.
Aber daß mir sowas selbst mal in freier Wildbahn vor die Füße läuft...
Saturday, 22. January 2011
Nostalgic contemplating
Roughly over twelve years ago we met for the last time.
We didn't know each other before, but we shared our views of the world and had some exciting discussions about philosophy, art, music and a lot of other stuff I mostly can't remember anymore.
But after all these years, there is still one quote by you that's coming to my mind every now and then. A single question, a metaphorical pun, that leaves much room for interpretation and still keeps me thinking for a while everytime it pops up:
We didn't know each other before, but we shared our views of the world and had some exciting discussions about philosophy, art, music and a lot of other stuff I mostly can't remember anymore.
But after all these years, there is still one quote by you that's coming to my mind every now and then. A single question, a metaphorical pun, that leaves much room for interpretation and still keeps me thinking for a while everytime it pops up:
Is killing time a murder in the first degree, or just an act of self defense?So... you'll probably never read this, but thank you for all the food for thought you've been providing back then and over the years.
-- Alfredo Valero
Sunday, 8. August 2010
Nudelsalat Rezept
Ich muß hier mal kurz das Rezept für einen Nudelsalat notieren. Für Fotos war es leider schon zu spät, die folgen beim nächsten Mal. 
Zutaten:
Zubereitung:
Am besten fängt man einen Tag vorher (abends) mit der Zubereitung an, der Salat sollte eine Weile im Kühlschrank ziehen.
Die Nudeln 2-3 Minuten weniger lang kochen, als auf der Packung angegeben, al dente ist schon zu weich. Anschließend unter kaltem Wasser abkühlen und gut abtropfen lassen.
Die Paprike in kleine Stückchen schneiden. Die Dosen abschütten, nur den Mandarinensaft in einem Glas auffangen, den Ananas-Saft auch wenn man ihn trinken möchte. Die Eier hart kochen, pellen und kleinschneiden.
Alles in eine sehr große Schüssel geben, von der Menge her ist das nicht gerade wenig, und gut umrühren. Wenn der Salat zu trocken aussieht, einen Schluck vom Mandarinensaft hinzugeben.
Die Schüssel abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen noch einmal umrühren und bei Bedarf noch einen Schluck vom Mandarinensaft hinzugeben. Die Nudeln haben mittlerweile einiges an Feuchtigkeit aufgesaugt und sind auch nicht mehr al dente.
Dann wieder abdecken und bis zum Servieren im Kühlschrank lassen.
Guten Appetit!
Zutaten:
- 500g Nudeln (die geringelten, Eliche)
- 2 Dosen Mandarinen
- 1 Dose Ananas (gewürfelt)
- 1 Dose Erbsen
- 1 Dose Mais
- 1 rote Paprika
- 4 Eier
- 1 kl. Glas Miracle Whip
- 250g Joghurt
- etwas kleingehackte Petersilie
Zubereitung:
Am besten fängt man einen Tag vorher (abends) mit der Zubereitung an, der Salat sollte eine Weile im Kühlschrank ziehen.
Die Nudeln 2-3 Minuten weniger lang kochen, als auf der Packung angegeben, al dente ist schon zu weich. Anschließend unter kaltem Wasser abkühlen und gut abtropfen lassen.
Die Paprike in kleine Stückchen schneiden. Die Dosen abschütten, nur den Mandarinensaft in einem Glas auffangen, den Ananas-Saft auch wenn man ihn trinken möchte. Die Eier hart kochen, pellen und kleinschneiden.
Alles in eine sehr große Schüssel geben, von der Menge her ist das nicht gerade wenig, und gut umrühren. Wenn der Salat zu trocken aussieht, einen Schluck vom Mandarinensaft hinzugeben.
Die Schüssel abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen noch einmal umrühren und bei Bedarf noch einen Schluck vom Mandarinensaft hinzugeben. Die Nudeln haben mittlerweile einiges an Feuchtigkeit aufgesaugt und sind auch nicht mehr al dente.
Dann wieder abdecken und bis zum Servieren im Kühlschrank lassen.
Guten Appetit!
Saturday, 10. July 2010
Seitan alle da?
Letztes Wochenende stand hier experimentelles Kochen auf dem Plan. Ich hatte noch eine fast volle Packung Mehl, dessen zeitliche Distanz zum Haltbarkeitsdatum langsam wieder größer wurde, und da ich vor einiger Zeit rausgefunden habe, daß es ein Gericht namens Seitan (Weizen-Gluten) gibt und man das aus Weizenmehl einfach selber herstellen kann, war klar was gekocht wurde. Das Mehl mußte schließlich weg.
Was ist Seitan? Seitan ist im Prinzip das, was vom Mehl übrigbleibt, nachdem man die Stärke ausgewaschen hat. Also das Zeug, was einen Teig zusammenhält. Eine anschauliche Anleitung zur Seitan-Zubereitung habe ich hier gefunden. Ich habe mich selber aber nur relativ grob an dieser Anleitung orientiert.
Das Waschen ging ohne Sieb in einer großen Schüssel auch ganz gut und für das Kochen fehlten mir die Kochbeutel. Den Gewürz-Sud habe ich auch frei zusammengemischt, abhängig von den vorhandenen Vorräten.
Die Mehlmenge betrug ungefähr 800g, etwas über einen halben Liter Wasser dazu und das nach obiger Anleitung 1 Stunde bei Zimmertemperatur und dann nochmal 8 Stunden im Kühlschrank stehen lassen. Danach ging es an's Auswaschen wonach folgender ca. 250g schwerer Seitan-Klumpen zurückblieb:

Ich gebe zu, appetitliches Aussehen ist etwas anderes, und von der Konsistenz her hat es Ähnlichkeit mit einem Gummiball, aber das wird sich noch ändern. (Habe ich zumindest an diesem Zeitpunkt gehofft.
)
Für den Gewürzsud habe ich ungefähr 100ml Sojasoße sowie einige Gewürze in einem Liter Wasser aufgekocht. Der Seitan wurde in handlichere Stücke zerteilt und danach eine halbe Stunde gekocht.
Ohne die Kochbeutel-Variante nehmen die Seitan-Stückchen im Wasser allerdings noch einiges an Volumen zu, der Topf sollte also nicht zu allzu klein sein.
Als Beilage wollte ich eine Zucchini-Pfanne machen. Hierfür etwas Oliven-Öl in eine Pfanne, eine Zwiebel kleinschneiden, eine (kleine) Zucchini in halbe Scheiben zerteilen, sowie eine kleine Dose Champignons in die Pfanne geben und schonmal andünsten.
Mittlerweile sollten die Seitanstücke auch fertig gekocht sein:
Da diese durch das Kochen doch recht groß geworden sind, werden diese auch noch einmal halbiert und kommen dann mit in die Pfanne.

Jetzt wird das alles nochmal ein paar Minuten gebraten. Ich mußte leider feststellen, daß die Seitanstücke sich nicht knusprig braten ließen, da sie einfach zu viel Wasser aufgesogen hatten. Mit der Kochbeutel-Variante hätte das vermutlich etwas anders ausgesehen.
Da ich als weitere Beilage nur eine Hockenheimer Stange hatte(Baguette mit Pepperoni-Stückchen, unbedingt mal ausprobieren, wenn $Bäcker so etwas anbietet) und mir das so insgesamt etwas zu trocken war, habe ich noch eine Packung Bratensoße (Blasphemie!) hinzugegeben, die ich vorher mit 250ml des übriggebliebenen Gewürz-Suds verrührt habe.
Das ganze dann nochmal 2 Minuten aufkochen lassen und umrühren, et voilà, fertig.

Vom Geschmack her hat die Sojasoße leider sehr dominiert, was mir persönlich nicht so zugesagt hat, hier wäre weniger mehr gewesen. Aber gerade bei dem Gewürz-Sud hat man ja beliebig viele Kombinationsmöglichkeiten, um den Geschmack zu beeinflussen.
Experimentiertechnisches Potential ist definitiv vorhanden.
Was ist Seitan? Seitan ist im Prinzip das, was vom Mehl übrigbleibt, nachdem man die Stärke ausgewaschen hat. Also das Zeug, was einen Teig zusammenhält. Eine anschauliche Anleitung zur Seitan-Zubereitung habe ich hier gefunden. Ich habe mich selber aber nur relativ grob an dieser Anleitung orientiert.
Das Waschen ging ohne Sieb in einer großen Schüssel auch ganz gut und für das Kochen fehlten mir die Kochbeutel. Den Gewürz-Sud habe ich auch frei zusammengemischt, abhängig von den vorhandenen Vorräten.
Die Mehlmenge betrug ungefähr 800g, etwas über einen halben Liter Wasser dazu und das nach obiger Anleitung 1 Stunde bei Zimmertemperatur und dann nochmal 8 Stunden im Kühlschrank stehen lassen. Danach ging es an's Auswaschen wonach folgender ca. 250g schwerer Seitan-Klumpen zurückblieb:
Ich gebe zu, appetitliches Aussehen ist etwas anderes, und von der Konsistenz her hat es Ähnlichkeit mit einem Gummiball, aber das wird sich noch ändern. (Habe ich zumindest an diesem Zeitpunkt gehofft.
Für den Gewürzsud habe ich ungefähr 100ml Sojasoße sowie einige Gewürze in einem Liter Wasser aufgekocht. Der Seitan wurde in handlichere Stücke zerteilt und danach eine halbe Stunde gekocht.
Ohne die Kochbeutel-Variante nehmen die Seitan-Stückchen im Wasser allerdings noch einiges an Volumen zu, der Topf sollte also nicht zu allzu klein sein.
Als Beilage wollte ich eine Zucchini-Pfanne machen. Hierfür etwas Oliven-Öl in eine Pfanne, eine Zwiebel kleinschneiden, eine (kleine) Zucchini in halbe Scheiben zerteilen, sowie eine kleine Dose Champignons in die Pfanne geben und schonmal andünsten.
Mittlerweile sollten die Seitanstücke auch fertig gekocht sein:
Da diese durch das Kochen doch recht groß geworden sind, werden diese auch noch einmal halbiert und kommen dann mit in die Pfanne.
Jetzt wird das alles nochmal ein paar Minuten gebraten. Ich mußte leider feststellen, daß die Seitanstücke sich nicht knusprig braten ließen, da sie einfach zu viel Wasser aufgesogen hatten. Mit der Kochbeutel-Variante hätte das vermutlich etwas anders ausgesehen.
Da ich als weitere Beilage nur eine Hockenheimer Stange hatte(Baguette mit Pepperoni-Stückchen, unbedingt mal ausprobieren, wenn $Bäcker so etwas anbietet) und mir das so insgesamt etwas zu trocken war, habe ich noch eine Packung Bratensoße (Blasphemie!) hinzugegeben, die ich vorher mit 250ml des übriggebliebenen Gewürz-Suds verrührt habe.
Das ganze dann nochmal 2 Minuten aufkochen lassen und umrühren, et voilà, fertig.
Vom Geschmack her hat die Sojasoße leider sehr dominiert, was mir persönlich nicht so zugesagt hat, hier wäre weniger mehr gewesen. Aber gerade bei dem Gewürz-Sud hat man ja beliebig viele Kombinationsmöglichkeiten, um den Geschmack zu beeinflussen.
Experimentiertechnisches Potential ist definitiv vorhanden.
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