Dienstag, 1. November 2011
Kommentarmoderation
Notiz am Rande: Aufgrund massiven Spam-Aufkommens, werden Kommentare jetzt moderiert, sobald sie zu Beiträgen geschrieben werden, die älter als 1 Tag sind.
Mittwoch, 26. Oktober 2011
The sorry state of technology
Den Turing-Test gibt es seit 1950.
ELIZA gibt es seit 1966. (Eine bekannte Implementierung derselbigen gibt es unter anderem heute noch in Emacs.)
Und danach hat es dann 45 Jahre gebraucht, bis dieses Konzept mit etwas Spracherkennung und Web2.0-Mashup-Puderzucker als Weltneuheit und das Verkaufsargument schlechthin für ein "Smart"phone präsentiert wird? Ernsthaft?
ELIZA gibt es seit 1966. (Eine bekannte Implementierung derselbigen gibt es unter anderem heute noch in Emacs.)
Und danach hat es dann 45 Jahre gebraucht, bis dieses Konzept mit etwas Spracherkennung und Web2.0-Mashup-Puderzucker als Weltneuheit und das Verkaufsargument schlechthin für ein "Smart"phone präsentiert wird? Ernsthaft?
Sonntag, 2. Oktober 2011
Nebelkerzen-Attacke
Antatt daß ein großer Aufschrei stattfindet, weil die nächsten 211 Milliarden Euro den Banken zum Spielen gegeben wurden, finden sich gerade auf nahezu jeder Zeitungs-Webseite als Aufmacher die verbalen Entgleisungen des Herrn Pofalla. Solch eine Nebelkerzen-Vorlage läßt sich natürlich keine gleichgeschaltete Redaktion entgehen, und so stürzen sie sich wie so oft mal wieder auf die Personen statt auf die Inhalte.
Ich wage zu behaupten, daß uns die Nachrichten jetzt mindestens zwei Wochen lang mit dieser Personal-Diskussion beschäftigen werden.
Ich wage zu behaupten, daß uns die Nachrichten jetzt mindestens zwei Wochen lang mit dieser Personal-Diskussion beschäftigen werden.
Montag, 26. September 2011
Generation Prog Festival Nürnberg
Gestern Abend hatte es uns auf das Generation Prog Festival nach Nürnberg verschlagen.
Der Hauptgrund für den Besuch war der Auftritt von Andromeda, die man 2001 durch ihr Debut-Album "Extension of the Wish" kennengelernt hat. Danach waren sie medial hierzulande nicht sehr präsent, und ich hab bisher immer gedacht, die Band hätte sich aufgelöst, weil man in den folgenden Jahren im Netz nur Informationen über eine gleichnamige Techno-Gruppe gefunden hat. Umso überraschter war ich, als ich erfahren hab, daß sie mittlerweile fünf neue Alben in den letzten Jahren veröffentlicht haben. Da hab ich einiges nachzuholen.
Die anderen Bands, die am Samstag auftreten sollten, waren mir bis dato alle unbekannt. Folglich war ich also entsprechend gespannt, was mich erwarten würde. Nach der leidigen Parkplatzsuche, die in Nürnberg immer wieder ein Abenteuer ist, kam ich nur wenige Minuten nach Beginn der ersten Band in der Luise Cultfactory an. Die Location gefiel mir auf Anhieb recht gut, schnuckelige Bühne, vor der schätzungsweise 100 Leute Platz finden würden, gegenüberliegend ging die Zuschauerfläche in einen Bereich mit Sitzgelegenheiten und Theke über.
Überraschenderweise war schon einiges los, aus meiner bisherigen Erfahrung sind Auftritte von Prog Bands eher rar besucht, wenn man mal von den bekannten Genre-Platzhirschen absieht. Erfreulicherweise scheint es da in den letzten Jahren einen etwas gegenläufigen Trend zu geben.
Die erste Band des Abends war Theory of Elements, die einen soliden Progrock spielten, von der musikalischen Atmosphäre her aber eher einen ruhigeren und stellenweise melancholischen Eindruck hinterließen. Irgendwie hatte ich anfangs auch das Gefühl, daß mir da irgendetwas bekannt vorkam, aber ich konnte es zuerst nicht richtig greifen. Später fiel mir auf, daß mich die Band an Queensrÿche erinnert, insbesondere aufgrund der Stimme des Sängers.
Der Abend hatte sich hier für mich jedenfalls schon gelohnt, wenn die erste Band schon so einen professionellen Auftritt hinlegte, konnte es nur noch besser werden.
Und so standen nach einer kurzen Umbau-Pause Subsignal auf der Bühne. Subsignal waren für mich die Überraschung des Abends. Selten sieht man eine Band, die live so eine Spielfreude versprüht, was auch vom Publikum entsprechend honoriert wurde. Insbesondere der Frontmann wußte wie Interaktion funktioniert und konnte das Publikum stark motivieren.
Der Auftritt in Nürnberg war der erste ihrer aktuellen Tour, wer mal die Chance hat, sie live sehen zu können, bekommt hier eine klare Empfehlung.
Als dritte Band standen Relocator auf dem Programm. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, war deren Bassist auch einer der Organisatoren des Festivals. Relocator spielten rein instrumental ohne Gesang, was einem anfangs immer das Gefühl vermittelt, daß etwas fehlen würde. Allerdings stand hier jemand mit E-Geige auf der Bühne, welche mit entsprechenden Lead-Melodien zum Einsatz kam. (Ich mag den Sound von den Dingern!) Die Spielweise war deutlich härter im Vergleich zu den beiden vorherigen Bands und technisch auf sehr hohem Niveau.
Leider fingen hier schon langsam die Reihen im Publikum an sich zu lichten. Ich weiß nicht ob's an der Uhrzeit lag, oder weil vielleicht viele wegen Subsignal kamen. Allerdings war die Musik von Relocator auch definitiv kein Easy-Listening. Der Anteil der Nichtmusiker im Publikum dürfte spätestens jetzt die Anzahl der FDP-Wähler unterschritten haben.
Zum Schluß stand dann Andromeda auf der Bühne, was nach fünf Jahren ihr erster Auftritt in Deutschland war. Anfangs hatte ich den Eindruck, daß der Funke nicht so recht überspringen wollte, aber das änderte sich schnell. Die Stimmung im harten Kern des Publikums und der Band steigerte sich bis zum Schluß, und mir kam's am Tag drauf noch vor als hätte ich noch Adrenalin von diesem Auftritt im Blut. Wenn es irgendeine Band gibt, die man mit Fug und Recht als "underrated" bezeichnen könnte, sind es Andromeda.
Ich will den musikalischen Stil mal so beschreiben: Ich hatte mich vorher während einer Umbaupause noch mit einem Kollegen drüber unterhalten. Wenn man jahrelang progressive Musik hört, bekommt man irgendwann ein Gefühl dafür, wann eine Band in ihren Songs die typischen Off-Beat Breaks einbaut, oder wie sich die Arrangements entwickeln. Viele Bands haben da doch einen recht ähnlichen Stil, der dem progressiven Genre zugrunde liegt.
Bei Andromeda ist das selten der Fall. Wenn man die Songs nicht kennt, hat man meistens keine Ahnung was als nächstes kommt. Trotz dieser Unberechenbarkeit, haben die Songs aber dennoch immer etwas treibendes, das einen mitreißt. Und ich glaube die Band macht sich auch einen Heidenspaß daraus, zu sehen wie oft das Publikum beim Headbangen aus dem Takt kommt.
Zu dem Auftritt von Theory of Elements gibt es sogar schon eine Aufnahme von gestern, long live the Internet:
Ein älterer Auftritt von Subsignal mit Paradigm:
Relocator mit einem Ausschnitt von The Alchemist auf dem Festival:
Und zum Abschluß noch Andromeda ebenfalls mit einem älteren Live-Auftritt und einem Song ihres Debut-Albums "In the Deepest of Waters":
Wenn es nächstes Jahr von diesem Festival eine Neuauflage geben sollte, kann ich jedem Fan von etwas anspruchsvollerer Musik nur wärmstens empfehlen sich den Termin schonmal vorzumerken.
Der Hauptgrund für den Besuch war der Auftritt von Andromeda, die man 2001 durch ihr Debut-Album "Extension of the Wish" kennengelernt hat. Danach waren sie medial hierzulande nicht sehr präsent, und ich hab bisher immer gedacht, die Band hätte sich aufgelöst, weil man in den folgenden Jahren im Netz nur Informationen über eine gleichnamige Techno-Gruppe gefunden hat. Umso überraschter war ich, als ich erfahren hab, daß sie mittlerweile fünf neue Alben in den letzten Jahren veröffentlicht haben. Da hab ich einiges nachzuholen.
Die anderen Bands, die am Samstag auftreten sollten, waren mir bis dato alle unbekannt. Folglich war ich also entsprechend gespannt, was mich erwarten würde. Nach der leidigen Parkplatzsuche, die in Nürnberg immer wieder ein Abenteuer ist, kam ich nur wenige Minuten nach Beginn der ersten Band in der Luise Cultfactory an. Die Location gefiel mir auf Anhieb recht gut, schnuckelige Bühne, vor der schätzungsweise 100 Leute Platz finden würden, gegenüberliegend ging die Zuschauerfläche in einen Bereich mit Sitzgelegenheiten und Theke über.
Überraschenderweise war schon einiges los, aus meiner bisherigen Erfahrung sind Auftritte von Prog Bands eher rar besucht, wenn man mal von den bekannten Genre-Platzhirschen absieht. Erfreulicherweise scheint es da in den letzten Jahren einen etwas gegenläufigen Trend zu geben.
Die erste Band des Abends war Theory of Elements, die einen soliden Progrock spielten, von der musikalischen Atmosphäre her aber eher einen ruhigeren und stellenweise melancholischen Eindruck hinterließen. Irgendwie hatte ich anfangs auch das Gefühl, daß mir da irgendetwas bekannt vorkam, aber ich konnte es zuerst nicht richtig greifen. Später fiel mir auf, daß mich die Band an Queensrÿche erinnert, insbesondere aufgrund der Stimme des Sängers.
Der Abend hatte sich hier für mich jedenfalls schon gelohnt, wenn die erste Band schon so einen professionellen Auftritt hinlegte, konnte es nur noch besser werden.
Und so standen nach einer kurzen Umbau-Pause Subsignal auf der Bühne. Subsignal waren für mich die Überraschung des Abends. Selten sieht man eine Band, die live so eine Spielfreude versprüht, was auch vom Publikum entsprechend honoriert wurde. Insbesondere der Frontmann wußte wie Interaktion funktioniert und konnte das Publikum stark motivieren.
Der Auftritt in Nürnberg war der erste ihrer aktuellen Tour, wer mal die Chance hat, sie live sehen zu können, bekommt hier eine klare Empfehlung.
Als dritte Band standen Relocator auf dem Programm. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, war deren Bassist auch einer der Organisatoren des Festivals. Relocator spielten rein instrumental ohne Gesang, was einem anfangs immer das Gefühl vermittelt, daß etwas fehlen würde. Allerdings stand hier jemand mit E-Geige auf der Bühne, welche mit entsprechenden Lead-Melodien zum Einsatz kam. (Ich mag den Sound von den Dingern!) Die Spielweise war deutlich härter im Vergleich zu den beiden vorherigen Bands und technisch auf sehr hohem Niveau.
Leider fingen hier schon langsam die Reihen im Publikum an sich zu lichten. Ich weiß nicht ob's an der Uhrzeit lag, oder weil vielleicht viele wegen Subsignal kamen. Allerdings war die Musik von Relocator auch definitiv kein Easy-Listening. Der Anteil der Nichtmusiker im Publikum dürfte spätestens jetzt die Anzahl der FDP-Wähler unterschritten haben.
Zum Schluß stand dann Andromeda auf der Bühne, was nach fünf Jahren ihr erster Auftritt in Deutschland war. Anfangs hatte ich den Eindruck, daß der Funke nicht so recht überspringen wollte, aber das änderte sich schnell. Die Stimmung im harten Kern des Publikums und der Band steigerte sich bis zum Schluß, und mir kam's am Tag drauf noch vor als hätte ich noch Adrenalin von diesem Auftritt im Blut. Wenn es irgendeine Band gibt, die man mit Fug und Recht als "underrated" bezeichnen könnte, sind es Andromeda.
Ich will den musikalischen Stil mal so beschreiben: Ich hatte mich vorher während einer Umbaupause noch mit einem Kollegen drüber unterhalten. Wenn man jahrelang progressive Musik hört, bekommt man irgendwann ein Gefühl dafür, wann eine Band in ihren Songs die typischen Off-Beat Breaks einbaut, oder wie sich die Arrangements entwickeln. Viele Bands haben da doch einen recht ähnlichen Stil, der dem progressiven Genre zugrunde liegt.
Bei Andromeda ist das selten der Fall. Wenn man die Songs nicht kennt, hat man meistens keine Ahnung was als nächstes kommt. Trotz dieser Unberechenbarkeit, haben die Songs aber dennoch immer etwas treibendes, das einen mitreißt. Und ich glaube die Band macht sich auch einen Heidenspaß daraus, zu sehen wie oft das Publikum beim Headbangen aus dem Takt kommt.
Zu dem Auftritt von Theory of Elements gibt es sogar schon eine Aufnahme von gestern, long live the Internet:
Ein älterer Auftritt von Subsignal mit Paradigm:
Relocator mit einem Ausschnitt von The Alchemist auf dem Festival:
Und zum Abschluß noch Andromeda ebenfalls mit einem älteren Live-Auftritt und einem Song ihres Debut-Albums "In the Deepest of Waters":
Wenn es nächstes Jahr von diesem Festival eine Neuauflage geben sollte, kann ich jedem Fan von etwas anspruchsvollerer Musik nur wärmstens empfehlen sich den Termin schonmal vorzumerken.
Freitag, 9. September 2011
Aufstieg in die Blogger-Kreisliga
Ich bin soeben wohl in die Blogger-Kreisliga aufgestiegen. Anscheinend sind irgendwelche Werbefuzzis-Strategen auf die Seite hier aufmerksam geworden. Und ich habe meine erste Anfrage bekommen, ob ich nicht gesponsorte Artikel hier veröffentlichen möchte.
Ich habe zwar vor längerer Zeit hier schonmal geschrieben, was ich von Werbung halte [1], aber da das offensichtlich von diesen Experten nicht gelesen wurde, hier noch einmal die Kurzantwort auf alle zukünftigen Anfragen dieser Art:
[1] Ja, ich würde meine Worte heute deutlich anders wählen. Aber die Quintessenz gilt nach wie vor.
[2] Mit Schirmchen!
Ich habe zwar vor längerer Zeit hier schonmal geschrieben, was ich von Werbung halte [1], aber da das offensichtlich von diesen Experten nicht gelesen wurde, hier noch einmal die Kurzantwort auf alle zukünftigen Anfragen dieser Art:
Hahahahahahaha! Nein! [2]
[1] Ja, ich würde meine Worte heute deutlich anders wählen. Aber die Quintessenz gilt nach wie vor.
[2] Mit Schirmchen!
Montag, 18. Juli 2011
Aus für Elena
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Elena: Der elektronische Gehaltsnachweis kommt in den Schredder
Auch wenn die Begründung hanebüchen ist und nur wie eine reine Gesichtswahrungs-PR-Strategie aussieht, das Ergebnis ist dann doch mal das richtige. Es hat nur viel zu lange gedauert, und von den Schäden die schon angerichtet wurden ganz zu schweigen.
Als nächstes dann bitte ähnliche Maßnahmen bei der elektronischen Gesundheitskarte, dem ePerso und De-Mail einleiten. Danke.
Auch wenn die Begründung hanebüchen ist und nur wie eine reine Gesichtswahrungs-PR-Strategie aussieht, das Ergebnis ist dann doch mal das richtige. Es hat nur viel zu lange gedauert, und von den Schäden die schon angerichtet wurden ganz zu schweigen.
Als nächstes dann bitte ähnliche Maßnahmen bei der elektronischen Gesundheitskarte, dem ePerso und De-Mail einleiten. Danke.
Sonntag, 26. Juni 2011
Buchempfehlungslinks
Ich möchte hier nur kurz drei Links festhalten, in denen einiges an Lesestoff empfohlen wird.
Beim Guardian findet sich eine Liste der 100 greatest non-fiction books aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Diese Liste wurde nicht ganz unkritisch hingenommen, daher ist es nicht verkehrt, einen Blick in die Kommentare zu werfen.
Beim Astrodicticum Simplex Blog werden eine Reihe Bücher für den Sommer vorgeschlagen. Auch hier finden sich weitere Empfehlungen in den Kommentaren.
Ryan Sohmer, Autor diverser Comics, hat in einem seiner Foren eine Diskussion über Buchempfehlungen losgetreten. Diese erstreckt sich aktuell auf über 13 Seiten mit Schwerpunkt auf Fantasy und Science-Fiction Büchern.
Beim Guardian findet sich eine Liste der 100 greatest non-fiction books aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Diese Liste wurde nicht ganz unkritisch hingenommen, daher ist es nicht verkehrt, einen Blick in die Kommentare zu werfen.
Beim Astrodicticum Simplex Blog werden eine Reihe Bücher für den Sommer vorgeschlagen. Auch hier finden sich weitere Empfehlungen in den Kommentaren.
Ryan Sohmer, Autor diverser Comics, hat in einem seiner Foren eine Diskussion über Buchempfehlungen losgetreten. Diese erstreckt sich aktuell auf über 13 Seiten mit Schwerpunkt auf Fantasy und Science-Fiction Büchern.
Sonntag, 19. Juni 2011
Improvisation 1
Heute hatte ich endlich mal die Zeit und Muße, um etwas Homerecording zu betreiben.
Die ursprüngliche Idee war, daß ich mir maximal eine Stunde gebe um ein Stück aufzunehmen, und das dann auch regelmäßiger zu machen. Einfach nur kurze Improvisationen mit unterschiedlichen Instrumenten, um wieder etwas in das Thema reinzukommen und sich so in die Technik einzuarbeiten.
Eine Stunde war natürlich viel zu optimistisch, und so ist heute der ganze Nachmittag dafür draufgegangen, um das Equipment und die Aufnahme-Software halbwegs in den Griff zu bekommen.
Dabei herausgekommen ist allerdings ein recht entspanntes 2:44 Minuten langes Stück mit Akustik-Gitarre und Bass. Das Stück ist auch komplett ohne Effekte aufgenommen und es fehlt jegliches Abmischen. Diesen Themen sowie der Aufnahme weiterer Instrumente widme ich mich dann in folgenden Recording-Sessions.
Die Qualität ist natürlich auch noch weit von dem entfernt, wo ich hinmöchte, aber für den Anfang soll das erstmal reichen.
Direkt-Download (3,6 MB).
Update: Der HTML5 Audioplayer funktioniert anscheinend nicht fehlerfrei mit einem aktuellen Firefox. Opera, Chromium, etc. funktionieren hier. Ich kann die Fehlerursache aktuell leider noch nicht nachvollziehen.
Update 2: Jetzt sollte es auch mit Firefox funktionieren, danke an Tobias für den entscheidenden Hinweis.
Die ursprüngliche Idee war, daß ich mir maximal eine Stunde gebe um ein Stück aufzunehmen, und das dann auch regelmäßiger zu machen. Einfach nur kurze Improvisationen mit unterschiedlichen Instrumenten, um wieder etwas in das Thema reinzukommen und sich so in die Technik einzuarbeiten.
Eine Stunde war natürlich viel zu optimistisch, und so ist heute der ganze Nachmittag dafür draufgegangen, um das Equipment und die Aufnahme-Software halbwegs in den Griff zu bekommen.
Dabei herausgekommen ist allerdings ein recht entspanntes 2:44 Minuten langes Stück mit Akustik-Gitarre und Bass. Das Stück ist auch komplett ohne Effekte aufgenommen und es fehlt jegliches Abmischen. Diesen Themen sowie der Aufnahme weiterer Instrumente widme ich mich dann in folgenden Recording-Sessions.
Die Qualität ist natürlich auch noch weit von dem entfernt, wo ich hinmöchte, aber für den Anfang soll das erstmal reichen.
Direkt-Download (3,6 MB).
Update: Der HTML5 Audioplayer funktioniert anscheinend nicht fehlerfrei mit einem aktuellen Firefox. Opera, Chromium, etc. funktionieren hier. Ich kann die Fehlerursache aktuell leider noch nicht nachvollziehen.
Update 2: Jetzt sollte es auch mit Firefox funktionieren, danke an Tobias für den entscheidenden Hinweis.
Geschrieben von marc
in Artikel
um
21:25
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Tags für diesen Artikel: homerecording, musik
Sonntag, 5. Juni 2011
Blume des Lebens
Wir sind heute einer Einladung zu einem Straßenfest in einer benachbarten Großstadt gefolgt. Hauptgrund des Besuchs war allerdings nicht das Fest als solches, sondern eher die dort auftretende Liveband in der der Einladende selber mitspielt.
Nachdem wir auf dem Weg dorthin einige Wetterextrema, brütende Hitze jenseits der 30°C einerseits und Hagelschauer andererseits, mitgenommen haben, blieb das Wetter mit Sonne bei moderater Temperatur und einer angenehmen Brise dann während der Festivität durchweg sehr angenehm.
Dort angekommen, holte ich mir ein Wasser, welches in üppiger 0,5l Glasflasche angeboten wurde.
Nun bin ich jemand der sich, vermutlich aufgrund einer Kombination aus Gewohnheit und Neugier, gerne die Beschriftungen von Lebensmittelbehältnissen durchliest.

Das Etikett dieser Wasserflasche war jedenfalls der Lacher des Tages.
Bisher hab ich von so Zeug ja nur in den unterhaltsamen Esoterik-Rants auf Astrodicticum Simplex, Esowatch oder dem mittlerweile nicht mehr verfügbarem Nightline Blog gelesen.
Aber daß mir sowas selbst mal in freier Wildbahn vor die Füße läuft...
Nachdem wir auf dem Weg dorthin einige Wetterextrema, brütende Hitze jenseits der 30°C einerseits und Hagelschauer andererseits, mitgenommen haben, blieb das Wetter mit Sonne bei moderater Temperatur und einer angenehmen Brise dann während der Festivität durchweg sehr angenehm.
Dort angekommen, holte ich mir ein Wasser, welches in üppiger 0,5l Glasflasche angeboten wurde.
Nun bin ich jemand der sich, vermutlich aufgrund einer Kombination aus Gewohnheit und Neugier, gerne die Beschriftungen von Lebensmittelbehältnissen durchliest.
Das Etikett dieser Wasserflasche war jedenfalls der Lacher des Tages.
Bisher hab ich von so Zeug ja nur in den unterhaltsamen Esoterik-Rants auf Astrodicticum Simplex, Esowatch oder dem mittlerweile nicht mehr verfügbarem Nightline Blog gelesen.
Aber daß mir sowas selbst mal in freier Wildbahn vor die Füße läuft...
Sonntag, 3. April 2011
Terry Pratchett - Nation
Es ist schon lange her, daß mich ein Buch so nachhaltig beeindruckt hat, daß ich es regelrecht verschlungen habe, wie Terry Pratchetts "Nation".
Es handelt sich hierbei nicht um einen Scheibenwelt-Roman, ganz im Gegenteil, die Erzählung spielt stattdessen in einer der unseren ähnlichen Welt in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Die eigentliche Geschichte beginnt mit einer Naturkatastrophe, einer großen Flutwelle, die eine Südsee-Insel namens "Nation" trifft, wobei der einzige Überlebende ein Junge namens Mau ist. Die Welle brachte aber auch ein Schiff mit sich und die einzige, die den Aufprall überlebt hat, ist ein junges Mädchen aus einer englischen Landadels-Familie, um die sich parallel noch eine Geschichte entwickelt.
Die Story entwickelt sich aber nicht in eine Richtung à la blaue Lagune, sondern wird vom Schauplatz her eher eine Mischung aus Robinson Crusoe und Indiana Jones.
Anfangs geht es um das nackte Überleben und nach und nach treffen auch weitere Bewohner von anderen Inseln aus der Nähe ein, welche die Flutwelle überlebt haben. Es prallen unterschiedlichste Kulturen aufeinander, die am Ende aber doch sehr viel mehr gemeinsam haben als es am Anfang noch den Anschein hat.
Herausragende Story-Elemente sind aber durchweg die Konflikte zwischen Religion, Aberglauben und Wissenschaft, sowie Vorurteile und deren Überwindung. Das zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Es fehlt hier allerdings jeglicher Slapstick-Humor wie man ihn aus den Scheibenwelt-Romanen kennt. Aber Pratchett zeigt hier dennoch ein Gespür für äußerst feinsinnigen Humor und Wortwitz, den er in sprachlichen Mißverständnissen, scharfsinnigen Dialogen und einigen skurillen Ereignissen geschickt einzusetzen weiß.
Das Buch lohnt sich einerseits, weil es eine durchweg spannende und unterhaltsame Geschichte mit Liebe zum Detail erzählt, und zum anderen weil es an den Leser regelmäßig fast philosophische Denkanstöße verteilt und man sich unweigerlich die gleichen Fragen wie die Protagonisten stellt.
Man merkt als Leser insbesondere gegen Ende, wie wichtig es Pratchett gewesen sein muß, ein Buch zu schreiben, das eine Botschaft zu vermitteln sucht, welche man auch als sapere aude zusammenfassen könnte.
ISBN: 978-0-552-55780-1
Es handelt sich hierbei nicht um einen Scheibenwelt-Roman, ganz im Gegenteil, die Erzählung spielt stattdessen in einer der unseren ähnlichen Welt in der Mitte des 19. Jahrhunderts.Die eigentliche Geschichte beginnt mit einer Naturkatastrophe, einer großen Flutwelle, die eine Südsee-Insel namens "Nation" trifft, wobei der einzige Überlebende ein Junge namens Mau ist. Die Welle brachte aber auch ein Schiff mit sich und die einzige, die den Aufprall überlebt hat, ist ein junges Mädchen aus einer englischen Landadels-Familie, um die sich parallel noch eine Geschichte entwickelt.
Die Story entwickelt sich aber nicht in eine Richtung à la blaue Lagune, sondern wird vom Schauplatz her eher eine Mischung aus Robinson Crusoe und Indiana Jones.
Anfangs geht es um das nackte Überleben und nach und nach treffen auch weitere Bewohner von anderen Inseln aus der Nähe ein, welche die Flutwelle überlebt haben. Es prallen unterschiedlichste Kulturen aufeinander, die am Ende aber doch sehr viel mehr gemeinsam haben als es am Anfang noch den Anschein hat.
Herausragende Story-Elemente sind aber durchweg die Konflikte zwischen Religion, Aberglauben und Wissenschaft, sowie Vorurteile und deren Überwindung. Das zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Es fehlt hier allerdings jeglicher Slapstick-Humor wie man ihn aus den Scheibenwelt-Romanen kennt. Aber Pratchett zeigt hier dennoch ein Gespür für äußerst feinsinnigen Humor und Wortwitz, den er in sprachlichen Mißverständnissen, scharfsinnigen Dialogen und einigen skurillen Ereignissen geschickt einzusetzen weiß.
Das Buch lohnt sich einerseits, weil es eine durchweg spannende und unterhaltsame Geschichte mit Liebe zum Detail erzählt, und zum anderen weil es an den Leser regelmäßig fast philosophische Denkanstöße verteilt und man sich unweigerlich die gleichen Fragen wie die Protagonisten stellt.
Man merkt als Leser insbesondere gegen Ende, wie wichtig es Pratchett gewesen sein muß, ein Buch zu schreiben, das eine Botschaft zu vermitteln sucht, welche man auch als sapere aude zusammenfassen könnte.
ISBN: 978-0-552-55780-1
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