Was ist Seitan? Seitan ist im Prinzip das, was vom Mehl übrigbleibt, nachdem man die Stärke ausgewaschen hat. Also das Zeug, was einen Teig zusammenhält. Eine anschauliche Anleitung zur Seitan-Zubereitung habe ich hier gefunden. Ich habe mich selber aber nur relativ grob an dieser Anleitung orientiert.
Das Waschen ging ohne Sieb in einer großen Schüssel auch ganz gut und für das Kochen fehlten mir die Kochbeutel. Den Gewürz-Sud habe ich auch frei zusammengemischt, abhängig von den vorhandenen Vorräten.
Die Mehlmenge betrug ungefähr 800g, etwas über einen halben Liter Wasser dazu und das nach obiger Anleitung 1 Stunde bei Zimmertemperatur und dann nochmal 8 Stunden im Kühlschrank stehen lassen. Danach ging es an's Auswaschen wonach folgender ca. 250g schwerer Seitan-Klumpen zurückblieb:
Ich gebe zu, appetitliches Aussehen ist etwas anderes, und von der Konsistenz her hat es Ähnlichkeit mit einem Gummiball, aber das wird sich noch ändern. (Habe ich zumindest an diesem Zeitpunkt gehofft.
Für den Gewürzsud habe ich ungefähr 100ml Sojasoße sowie einige Gewürze in einem Liter Wasser aufgekocht. Der Seitan wurde in handlichere Stücke zerteilt und danach eine halbe Stunde gekocht.
Ohne die Kochbeutel-Variante nehmen die Seitan-Stückchen im Wasser allerdings noch einiges an Volumen zu, der Topf sollte also nicht zu allzu klein sein.
Als Beilage wollte ich eine Zucchini-Pfanne machen. Hierfür etwas Oliven-Öl in eine Pfanne, eine Zwiebel kleinschneiden, eine (kleine) Zucchini in halbe Scheiben zerteilen, sowie eine kleine Dose Champignons in die Pfanne geben und schonmal andünsten.
Mittlerweile sollten die Seitanstücke auch fertig gekocht sein:
Da diese durch das Kochen doch recht groß geworden sind, werden diese auch noch einmal halbiert und kommen dann mit in die Pfanne.
Jetzt wird das alles nochmal ein paar Minuten gebraten. Ich mußte leider feststellen, daß die Seitanstücke sich nicht knusprig braten ließen, da sie einfach zu viel Wasser aufgesogen hatten. Mit der Kochbeutel-Variante hätte das vermutlich etwas anders ausgesehen.
Da ich als weitere Beilage nur eine Hockenheimer Stange hatte(Baguette mit Pepperoni-Stückchen, unbedingt mal ausprobieren, wenn $Bäcker so etwas anbietet) und mir das so insgesamt etwas zu trocken war, habe ich noch eine Packung Bratensoße (Blasphemie!) hinzugegeben, die ich vorher mit 250ml des übriggebliebenen Gewürz-Suds verrührt habe.
Das ganze dann nochmal 2 Minuten aufkochen lassen und umrühren, et voilà, fertig.
Vom Geschmack her hat die Sojasoße leider sehr dominiert, was mir persönlich nicht so zugesagt hat, hier wäre weniger mehr gewesen. Aber gerade bei dem Gewürz-Sud hat man ja beliebig viele Kombinationsmöglichkeiten, um den Geschmack zu beeinflussen.
Experimentiertechnisches Potential ist definitiv vorhanden.



