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aborting...
64-Bit Systeme sind schon was tolles. Das sind umgerechnet knapp 1 Petabyte RAM, die da eine Library versucht hat zu allokieren.
Hat nicht ganz geklappt.
Früher konnte man in 95% aller Fälle davon ausgehen, daß ein Hardware-Fehler vorlag, wenn das System abstürzte. Defekter Speicher war z.B. eine beliebte Ursache für alle möglichen tollen Effekte.
Und heute?
Heutzutage handelt es sich meistens um Software-Fehler, insbesondere in irgendwelchen Treibern (vorzugsweise für Grafikkarten), die einen Absturz verursachen. Kompletter Stillstand gerade, nichtmal die SysRq-Key Kombination bewirkte noch etwas, womit sich ja sonst meistens noch wenigstens die Platte syncen und readonly mounten läßt.
Gut, ich mecker auf hohem Niveau, so etwas passiert im Schnitt vielleicht nur alle zwei-drei Wochen. Aber im Vergleich zu früher sind das ja schon fast Welten, wo so etwas vielleicht drei- viermal im Jahr passierte, was dann auch noch meistens ein Hardware-Problem oder ein Pebkac war.
Wenn man mal zehn Jahre zurückdenkt an die Win95/98-Ära, da war der Bluescreen ja im Stundentakt Gang und Gäbe. Und man hat das damals einfach hingenommen. War irgendwie schon erstaunlich wie ein Großteil der PC-Benutzer sich eine solche Schmerzfreiheit ankonditionieren ließ, rückblickend gesehen, und davon will ich mich auch teilweise nicht ausschließen.
Um die Überschrift mal etwas zu relativieren, man könnte natürlich auch einfach auf eines der *BSDs umsteigen, aber damit hätte man die Probleme mit den Grafiktreibern nicht beseitigt, die kommen auch dort von den gleichen Herstellern. Das alles unter der Annahme daß die Probleme sich jetzt nur auf die Grafiktreiber reduzieren, wovon ich im Großteil der Fälle einfach mal ausgehe, auch wenn das nicht empirisch belegt sein möge und teilweise auch sicherlich nicht stimmt, aber alles weitere wäre nur Spekulation meinerseits.
Die freien Treiber stecken ja auch immer noch in den Kinderschuhen, selbst für meine älteren Karten hier. Der nv-Treiber kann nix, Nouveau noch weniger, aber schön zu sehen immerhin, daß der r300-Treiber jetzt im Zuge des diesjährigen GSoC etwas Aufmerksamkeit kriegt. Hat der auch nötig.
Ich will die freien Treiber hiermit jetzt nicht schlecht machen, im Gegenteil, mir ist bewußt, was dort für ein Aufwand hintersteckt, gerade das Reverse Engineering ist da ja nicht ohne, aber das macht's für den täglichen Gebrauch trotzdem nicht besser. Oder zumindest nicht besser als die offiziellen Treiber, wobei diese wie erwähnt auch nicht das Nonplusultra sind.
Die Alternativen? Die offiziellen Treiber nutzen und mit den Abstürzen leben oder die freien Treiber mit teils fehlender Funktionalität nutzen. Beides nicht berauschend.