Da weiß man ungefähr ein bis zwei Wochen im voraus von einer schwierigen Situation und beginnt mit den Überlegungen wie man damit umgehen könnte.
Man stellt sich einen mentalen Spielbaum zusammen, und geht alle möglichen Kombinationen durch. Wie sind die zu erwartenden Reaktionen bei bestimmten Handlungen? Wie reagiert man am besten wiederum auf ebendiese Reaktionen? Die einzelnen Varianten werden nach vermutlich einzutreffender Wahrscheinlichkeit mit jeweils mehr oder weniger Aufwand durchdacht.
Welches Ziel hat man überhaupt und welcher Pfad im Baum wäre dafür der erfolgversprechendste?
Können unerwartete Ereignisse eintreten, auf die man sich vorbereiten sollte? Blöde Frage, natürlich, aber über welche sollte man sich ernsthaft den Kopf zerbrechen?
Die Zeit verstreicht, Tag für Tag, Stunde um Stunde. Das entscheidende Datum rückt immer näher, und man feilt weiter an den Details und anderen Unwägbarkeiten, die einem in der Zwischenzeit noch eingefallen sind. Jedes Wort wurde vorab auf die Goldwaage gelegt.
Die Zuversicht wächst, man ist sich sicher, sich gut vorbereitet zu haben und fühlt sich allem gewappnet, egal was letztendlich passieren mag.
Und dann kommt alles ganz anders.
Die Realität tippt einem im letzten Moment von hinten auf die Schulter, reißt einem schelmisch grinsend des eigenen Lebens Drehbuch aus der Hand, und man meint sie noch sagen zu hören: "Netter Versuch, Guybrush."
Eine spontane Notfallreaktion läßt einen noch halbwegs das Gesicht wahren, aber der Tischkantenverschleiß hätte im Nachhinein trotzdem nicht sein müssen.
Und so bewahrheitet sich wieder einmal mein derzeitiger Lieblingsspruch: "Planung ersetzt Zufall durch Irrtum."
Sunday, 27. November 2011
Also manchmal...
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